|um Theil leicht sich verflüchtigt unter Verbindung mit ei-nem Antheil Sauerstoff; und diese sich verflüchtigende Ver-bindung des Phosphors mit Sauerstoff heißt nach derneuern Nomenklatur phosphorige Säure (pllo5xkorous add);sie verbreitet einen unangenehmen Knoblauchartigen Geruch/der sehr demjenigen ähnlich ist, welcher sich bei der Ver-wandlung des Pigments von Bucdnum in Purpur enttvik-kelt. Dieser Theil, welcher den Knoblauchartigen Geruchverbreitet, mischt sich leicht mit Wasser, und theilt demsel-ben den starken Geruch mit, wie ich dieß bei mehrern Ver.suchen gefunden habe; es findet also auch in dieser Hinsichteine genaue Uebereinstimmung Statt, mit der flüchtigenPhosphor «Verbindung, die durch den bekannten Knoblauch-artigen Geruch sich zu erkennen giebt. Ich wiederholteReaumurs Versuch mit dem atzenden Queksilbersublimak,und fand, baß die dadurch entstehende Purpurfarbe einemehr ins Blaue fallende Schattirung hatte, als gewöhn-lich; das nemliche scheint auch der Fall ju seyn, wenn daSPigment von Bucdnum mit schwefelsaurem Eisen gemischtwird.
Meine Leser werden sich entsinnen, daß Pliniussagt, die vom Busdmim erhaltene Farbe sei nicht beständig,wenn sie nicht mit dem Pigment von der Purpura vermischtwird; allein in dieser Hinsicht war er offenbar schlecht un-terrichtet, indem sie für sich schon die dauerhafteste von al-len Farben ist. Ich fand, daß sie nicht merklich angegriffenwird, wenn der damit impragnirte Musselin mit unvcrdünn,ter opydirter Salzsäure befeuchtet wird, obgleich sie baldverschwindet, wenn man sie in eine mit dieser Saure ge-füllte Flasche legt, wie dieß wahrscheinlich beinahe mit je«der andern animalischen oder vegetabilischen Farbe der Fallseyn wird. Auch fand ich, daß koncentrirtes Vitriolöl aufCattun gebracht, welcher mit dem Pigment vom Bucdnum