förmig zu machen. Jezt giebt mau i- 1/2 Pfund aufs Feinste mir8 Safi« abgerichenen Indig nebst 6 1/4 Pfund Potasche und 31/3Pfund Kalk hinzu, rührt alles wohl untereinander, best die Küpemit einem hölzernen Deckel und mit wollenen Tüchern zu, und laßtsie 3 Stunden lang ruhen, wobei ihre Temperatur stets auf 7; Grad'erhalten werden muß. Nach drei Stunde» wird sie zum zweite»Male umgerührt, und nach abermaligen drei Stunden wird sie zumdritten Male umgerührt, und das Umrühren jedesmal wenigsten«io Minute» lang fortgesetzt.
Neun Stunden von dem Zeitpunkte an, in welchem der In-diz in der Küpe angekommen, und solche zum dritten Male umge-rührt worden ist, wird der Stahl eingesetzt, und nach einer Stun-de herausgezogen. Ist alles in gutem Zustande, so wird man bemer-ken, daß solcher nach dem Verlüftcn ein wenig grüner, bevor der-selbe sich in blau umändert- Man rührt nun die Küpe wieder um,setzt eine» neuen Stahl, und wiederholt das Umrühren und Stahl-setzen von drei Stunden zu drei Stunden so oft, bis der Stahlgelbgrün herauskommt, und sich nach einigen Minuten in ei»gutes Mittelblau umändert.
Nun werden der Küpe 12 1/2 Pfund gebrannter Kalk zugege-ben, der vorher mit so viel Wasser angesprengt worden ist, daß erin Pulver zerfällt, und alles wird wohl untereinander gerührt.Nach einer Stunde wird ein neuer Stahl gesezt, und in einer Stun-de herausgezogen; er grünet jezt weniger stark als vorher undnimmt nach dem Vcrgrüncn ein helleres Blau an. Sollte der Un-terschied zu auffallend seyn, so wird die Küpe, ohne Kalk zuzu-setzen, nvchmal umgerührt, und dann so lange in Ruhe gelassen,bis ein dunkleres Blau am herauskommenden Stahl wahrgenommenwird. Ist aber der Stahl beim ersten Herausnehmen gleich so dun-kel wie vorher, so bekömmt die Küpe aufs Neue 6 1/4 Pfund Kalk;man rührt sie damit um und laßt sie eine Stunde lang ruhen, wor-auf abermals ei» neuer Stahl gesetzt wird. Nach einer gleichenMethode giebt man ihr von Stunde zu Stunde noch zum dritten,zum vierten und zum fünften Male, jedesmal 6 1/4 Pfund ge-brannten Kalk. Die Flüssigkeit in der Küpe, welche vorherdunkelvlivengrün war, nimmt jezt eine mehr hellgrüneF-rbe an, so wie sich auf ihrer Oberfläche blaue Blume» erzeu-gen, und ihr Geruch ist weniger stark als vorher. — Ein in diese