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Küpe gesetzter Stahl kommt nun nach einer Stunde grasgrünheraus, und behalt dieses Grün ein paar Minuten lang an derLuft, bevor solches in Blau übergehet. Die Küpe ist i» diesemZustande völlig herangekommen, und sie ist geschikt mit dem Ausfär-ben darin den Anfang zu machen. Um alle jene Erscheinungen ge«nau wahrnehmen zu können, ist es gut, wenn die Anstellung einerKüpe so eingeleitet wird, daß gegen Anbrach des Tages der ersteStahl gesetzt werden kann, weil dann der ganze Tag zur Beurthei-lung der Proben übrig bleibt. Wenn die Küpe herangekommen istund gut stehet, nemlich wenn sie die zulezt beschriebenen Eigenschaftten besitzt, so kann nun mit dem Ausfärben in derselben der Anfanggemacht werden. Will man blos Flockwolle darin färben, sowird über die Trift ein Nez gespannt, das mittelst einer über derKüpe angebrachten Rolle herausgezogen werden kann. In diesesNetz wird die vorher wohl durchnezte Wolle gebracht, go Minu-ten lang in der Küpe gut herumgearbeitet, dann mit dem Netz her-ausgezogen und verkühlt, worauf sie wieder in die Küpe gebracht,und diese Operation dreimal hintereiiiander wiederholt wird. Sollteaber die Flüssigkeit in der Küpe, vor dem dritten Ausfärben zu trübegeworden seyn, so wird sie aufgerührt, derselben nach Erforderung6 1/4 Pfund Kalk gegeben, und »ach einer anderthalbstündigen Ru-he das Farben so oft erneuert, bis die verlangte Schattirung her-vorgekommen ist.
Sollen Tücher oder andere gewebte Zeuge in der Waid-küpe ausgefärbt werden, so blauet man sie das erstemal 3 bis 4Stunde» hintereinander. Hierauf wird die Küpe aufgerührt, mit6 1/4 Pfund Kalk gespeiset und nach einer zweistündigen Ruhe dasAbblauen «fortgesetzt. Hat man andere mit verschiedenen Beitzenangesottene Zeuge in der Küpe abgeblauet, die zu Grün oder zuViolet bestimmt sind, so muß die Küpe nachher einen etwas starkemZusatz von Kalk bekommen, weil die in jenen Zeugen befindlichenSatztheile die Küpe sonst leicht neutralisireu.
Ist die Küpe recht gut und regelmäßig behandelt worden,so ändert solche nach einiger Zeit ihre bisherige grüne Farbe in einegelbe um; beim Aufrühren derselben bilden sich die schönsten Blu-me» und blauen Adern, und die Küpe hat nun ihren möglichstenGrad der Vollkommenheit erhalten; aber gerade dieser Zeitpunkt ist
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