Band 
Erster Band.
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welches so aufgelöst oder in solche Verbindungen gesetztwäre, daß es den Cochenille - Carmesin unverändert undmit dem möglich größten Glänze zurückwerfen könnte. Mis«leitet von den Behauptungen vorzüglicher Schriftsteller, ei-nes Dufay, Hellot, Macquer, Scheffer rc.,und von den Meinungen von Männern, mit welchen ichüber diesen Gegenstand gesprochen, schloß ich irrigerweise,daß alle Zinnauflösungen, worin die Salpetersäure vorherr-schend wäre, den Cochenille - Carmesin nothwendig in einegelbliche Nüance fallen machen müßten, und daß demzu.folge solche Auflösungen von meinen Versuchen ausgeschlos.sen seyn sollten. In dieser Ueberzeugung löste ich Stück,chen Zinn beinahe mit allen übrigen Säuren auf, und ver-suchte jede dieser Auflösungen insbesondere zum Farben mitCochenille. Die besondern Wirkungen, die ich damit er-hielt , sollen in der Folge aufgeführt werden; hier will ichblos bemerken, daß die salzsaure Auflösung unter allen amgeeignetsten schien, meinen Zwecken zu entsprechen, indemsie das reine Carmesin oder Rosa der Cochenille unverän-dert *) und mit dem größten Glänze sowohl fixirte, als zu-rückwarf. Um nun Scharlach hervorzubringen, war weiternichts mehr nöthig, als zu dieser Carmesin - oder Rosa-farbe eine gehörige Porzion eines lebhaften goldenen Gelb,welches auf derselben Basis gehörig fipirt und von ihr zu-geworfen werden konnte, hinzuzugeben, und mit jener Farbeinnig zu verbinden II9 ). Ein solches Gelb hatte ich frü-

*) Es ist zu bemerken, daß, wenn ich hier und an andern Ortenvon der Carmesinfarbe als einem Erzeugnisse der Cochenille«uf einer Zinnbasis spreche, ich darunter eine Farbe verstehe,welche lebhafter und schöner als der Carmesin ist, den manmit Cochenille auf eine Alaunbasis färbt. Ersterer mochte da-her schicklicher Rosafarbe genannt werde».

129 ) Wen» Herr Bancroft glaubt, daß vor ihm bei der Darstel-