Band 
Erster Band.
Seite
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her in der Ouerzitrourinde (wovon ein eigener Ab«schnitt handeln soll)/ und eben so auch in dem uneigentlichsogenannten jungen Fustic (Rhus cotirms Lin.) entdeckt;doch war die Farbe des Fustic weniger glänzend und dauer-haft als die der Luerzikronrinde. Leztere hakte auch denVorzug, nicht nur das Glänzendste , sondern auch dasWohlfeilste unter allen Gelb zu seyn; denn ein Pfund ge-pulverte Rinde/ welches nur drei Pence Farthing kostet,färbte, mit einer hinreichenden Menge sälzsaurem Zinn,zwischen 30 und 40 Pfund Schaafwollentuch mit einem vol-len/ glänzenden/ goldenen Gelb/ und als dieses Tuch nach-

lung des Scharlachs kein gelbes Pigment in Anwendung ge-kommen sei, so ist er irrig, da man sich desselben in Deutsch-land schon über hundert Jahr bediente. Aum Beweise dieserBehauptung, und um unsern Zeitgenossen eine Probe der vor-maligen Scharl/chsarbcrei zur Verglcichung der jetzigen zu ge-ben, heben wir aus einem Manual einer Augsburgischen schondamals sehr blühenden Schönfärberei, ein Rezept au«. Die-ses Büchlein ist mit der Jahrszahl i6zo überschrieben, undhat sich wie aus den Nachträgen sichtbar ist, bis auf den jetzi-gen Besitzer fortgeerbt, per die Güte hatte es uns mitzuthei-len. Dieß Rezept lautet buchstäblich so: Auf ei» Schlesin-ger Stück von 25 bis 26 Pfund Scharlach zu färben: - PfundStärk-Wasser präparirt (dieses ist die Ainnkomposizion) -Pf.Vinur« Labis (Weinstein), 1/2 Pfund Römisch Alaun, 8LothSal Gemi, 2 Loth Coxcirtil , 4 Loth Erbsmehl, - Pfund Steiftfel (Starke oder Ammelmchl) i Uhr kochend (i.Stunde).Ausmachen Coler: I Pfund starkes Wasser, I Pfund Viliiii»Labis, 6 Loth Sal Gemi, I Pfund Coxcinii, 12 Loth Corco-me, i Pfund Steiffei, i Pfund Erbsmehl, 1/2 Pfund Bsh-nenmehl, 1/2 Uhr kochend, ist hell, probatum! Dieses istwörtlich ausgehoben. Es ist an dieses Rezept noch ein Prob-fiecklein gepappt, das trotz seines AlrerS dennoch nicht ganzschlecht ist.