Band 
Erster Band.
Seite
628
JPEG-Download
 

6»8

«als in derselben Flüssigkeit, mit einem Viertel Cochenilleweniger als man gewöhnlich nimmt, gefärbt wurde, nahmes ein Scharlach an, welches an Schönheit und Dauerhaf.tigkeit jedem gleich kam, daß man mit den gewöhnlichenMitteln und der vollen Porzion Cochenille färbte. — Glei«ches Resultat erhielt ich durchgehends von allen Versuchen,die ich in großer Zahl anstellte.

Die Menge der saljfauren Zinnauflösung, die noth-wendig wäre, um eine gegebene Menge Scharlach auf die«sem Weg zu färben schien mir zu jener Zeit von dem Ver-hältnisse des in der Auflösung enthaltenen Metalles, unddieses Verhältniß selbst von der Stärke der Säure abzu-hängen, welche zur Auflösung angewendet wurde *). DieSaure, welche ich anwendete und die ich zu ;8 Schillingenfür ii2 Pfunde oder beiläufig zu 4 Pfennigen das Pfundbezahlt hatte, löste in einer starken Sandhitze ein Drittelihres Gewichtes gekörntes Zinn auf, und diese Auflösungwar im Stande, mit den oben angegebenen Verhältnissenvon Cochenille und Rinde beiläufig das Zehnfache ihresGewichtes Tuch gut Scharlach zu färben

*) Icb habe seitdem durch entscheidende Versuche erprobt, daßSalzsäure, welche blos die Halste der Pvrjivn Am», diees auflösen konnte, aufgelöset hat, eben so weit reicht, alseine greiche Menge Saure, welche mit dem Metalle gesättigtwoede,, ist, und daß erstere in jeder Hinsicht bessere Wirkunggen hat, als eine gesättigte Auflösung, so daß eine solche aufswenigste eine nutzlose Verschwendung der Hälfte des Zinnesist, um die es mehr enthält.

i?o) Auch Hermbfiädt (vergleiche dessen Grundriß der Färbekuiist-te Auflage -r Theil S. 48 und dessen Magazin für Färber,-r Band S. 147) hat gcreigt, daß das salzsaure Zinn das sal-petersalzsaure zur Darstellung der Scharlachfarbc ganz ent-behrlich macht. Hermbstädr bereiter «s folgendcrgestaik: I»