tvollentuch mit einem Zehntel seines Gewichtes solcher Auf.lösung, und einem Zwanzigstel Cochenille gefärbt, so nahn,es nur eine sehr matte Farbe an. Das Zinnoxyd wurde(vermuthlich wegen zu großer Oxydirung) unmittelbar nachseiner Vermischung mit Wasser zersetzt, und zeigte nur sehrgeringe Neigung sich mit den Fasern der Schaafwolle zuverbinden oder sie zu durchdringen; so daß selbst nach lan-gem Sieden ein großer Theil des Oxydes und des Farbe-stoffes in der Farbbrühe schwebend blieben, wie dieß auchbei meinem zweiten Versuche in der Färberei der HerrenGoodwin und Comp. der Fall war.
Cochenille färbte mit einer blos mit Salzsäure berei-teten Zinnauflösung eine Carmesin - oder Rosafarbe und miteiner Zinnauflösung mittelst Weinstein und Salzsäure, einschönes Scharlach.
Cochenille erzeugte mit Zinn, welches mit einer Mi-schung von Salzsäure und Holzsäure aufgelöst worden war,ein dunkles Carmesin, und mit Zinn, welches mit etwasBraunstein in Salzsäure aufgelöst worden, ein sehr bläuli-ches Carmesin.
Cochenille mit einer Zinnauflösung mittelst Salzsäureund Borax färbte ein sehr gutes Carmesin.
Cochenille erzeugte mit Zinn, welches durch verlän-gerte Wirkung der Schwefelsaure verkalkt worden war, eineLachsfarbe und mit einer frischen Zinnauflösung eine röth-liche Lachsfarbe, die etwas in den Carmesin einschlug.Eine ähnliche Farbe stellte sie mit Zinn dar, welches miteiner Mischung von gleichen Theilen Schwefelsaure undSalpetersäure aufgelöst worden war.
Goß man Vitrioiöl auf Weinstein und gekörntes Zinn,so wurde die Mischung unmittelbar schwarz, eine Folge derWirkung der Schwefelsäure auf die kohlenstoffhaltige Basis,welche nebst Wasserstoff und Sauerstoff die Bestandtheile
des