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wo sie versichern, daß Schaafwolle, welche mckden besag,len Beitzen zuerst vereinigt, und sodann besonders mit Co.chenille allein gefärbt wird, nie Scharlach werdenwird, da diese Farbe (wie sie anführen) nur durch einCochenillebad dargestellt werden kann, welches „sehr sauer"(tres acide) ist, und „welches, indem es den Ton der Co.chenille in Gelb übergehen macht, dieser Farbe sodanneinen so hohen Schimmer giebt." *) Allein dieWirkung des Weinsteins, welcher hauptsächlich diese An«Näherung zum Gelb bei der Cochenillefarbe bewirkt, magsehr wohl, wie ich durch viele Versuche gefunden, zugleichmit der Wirkung des Zinns bei dem ersten Sieden her-vorgebracht, und gleichwohl ein sehr feines Scharlach beidem zweiten mit Cochenille allein gefärbt werden; nurmuß man alsdann Sorge tragen, daß in dem Falle, woman weder Weinstein noch Zinn in der lezten Operazionmit der Cochenille anwenden will, volle Porzionen von je-nen beiden Substanzen bei der ersten angewendet, und ihreWirkungen nicht durch das, zwischen dem ersten und zwei«ten Sieden gewöhnliche Ausringen des Tuches besei-tigt oder verringert werden.
Ueber die Unschicklichkeit, in einer einzigen Opera-tion, oder durch ein einziges Sieden Scharlach zu fär-den, will ich als Zugabe zu dem, S. 613 bereits hierüberGesagtem, blos bemerken, daß da, wo man nur eine ge-rade hinreichende Menge Cochenille mit vollen Por-tionen von den Beitzen und vorzüglich von Weinsteinnimmt, die Farbe zwar sehr lebhaft, doch aber in Hinsichtauf Fülle oder Körper mangelhaft ausfallen wird, weil dasTuch die Farbe in der Farbbrühe nicht vollständig erschö-pfen wird, wenn die Säuren im Uebermaaße vorhanden
*) Sicht Aon*l*s de Cbinaie 74, B«Nd S. 2§0.
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