Lac - Niederschlages durch Feuerhiße, das von dem falz«sauren Zinn herrührende Oxyd einen solchen Zusatzvon Atmosphärischem Sauerstoff (wozu es eine großeNeigung hat) an sich gezogen habe, daß dadurch dieUnscheinbarkeit eines Theils der Farbe verursacht wur-de. Um Gewißheit über diesen Punkt zu erlange» ,weichte ich eine Portion gepulverten Stok - Lac in gehö,riger Menge Wassers ein, zog den klaren Aufguß ab,und theilte ihn in zwei genau abgemessene gleicheTheile; mit der einen Halste färbte ich mit den ge-wöhnlichen Mitteln eine gewisse Menge feines Tuch biszur gänzlichen Erschöpfung der Farbe; bei der an-dern Halste schlug ich den Färbesioff durch salziauresZinn nieder, trocknete den Niederschlag auf dieselbeArt, wie bei dem Versuche am -2. Juni, und löstedann den so getrockneten Niederschlag mit verdünnterSalzsäure und Weinstein auf. Mir dieser Zubereitungfärbte ich ohne Beihülfe einer andern Beitze eine anGewicht gleiche Menge von demselben feinen Tuche,und fand das dadurch hervorgebrachte Scharlach in je-der Hinsicht dem gleich, welches vorher mit der Lacfarrbe in ihrem besten Zustande gefärbt worden war; folg-lich konnte diese Methode, die Farbe niederzuschlagen,nicht Ursache an der oben erwähnten Mangelhaftigkeitseyn.
Endlich muthmaßre ich, daß eine dritte Ursachejener Mangelhaftigkeit in der Unzulänglichkeit des zumAuflösen und Ausziehen des Lac, Färbestoffes angewen,deren Wassers liegen könne. Ich hatte bei Verferti-gung des Niederschlages auf diesen Umstand nicht gehö-rig Acht gegeben; doch bei späterer Ueberlegung undBerechnung fand ich, daß, allem Anscheine mach, dieWassermenge zu gering war, um so viel Färbesioff auf,