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Zweiter Band.
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tt nicht die Eigenschaften einer Säure besitzt. Dießgiebt auch Hcrr Derthvllet zu, doch mit dem Beisätze,daß er dieselben durch Verbindung mit einem metalli,schen Oxyd erhalte, und dann im Stande sey, die al,kalischen Eigenschaften (les propricirs alcalines) zu sät,tigen. Doch dieß kann auch durch Oehle und Harze ge, 'fchehen, mit welchen die Blausäure mehr Aehnlichkeitals mit den Säuren zu haben scheint. 9 )

Ich habe eben bemerkt, daß Stickstoff zur Bildungder Blausäure unerläßlich nothwendig sey, und diese iThatsache in Verbindung mit der Erfahrung: daßBlausäure zu keinerlei) Gebrauche von andern, als thie,rischen Substanzen, je erhalten werden konnte, berech, -jtigt mich, diesen Färbestvff als thierischer Natur an, 1zusehen, ob man gleich kleine Theile desselben in dem 1Wasser entdeckte, welches man von Kirschlorbeerblät, !lern, von Pfirsichblüthen oder Aprikosenkörnern abgezo, ;;gen hatte. Doch diese und andre Pflanzenstosse, welche :im Stande sind, die sogenannte Blausäure zu liefern, )vermögen dieß nur durch den kleinen Theil Stickstoff

<>) Es kömmt hier auf den Begriff an, den man"mit dem \Worte „Säure" verbindet. Nach den Grundsäten derneuern Chemie ist die Blausäure allerdings zu den Säuren 'zu rechnen, weil sie, wenn gleich keinen sauren Ge- Sschmack, doch ganz bestimmt die chemischen Eigen'cdaftcn ^der Sauren hat. Eine genaue chemische Untersuchung dar- ;jüber hat erst Gay Lüsac angestellt. Dieser schar'stnnigeChemiker schlägt vor, die Blausäure „Hydrvthion- ;•saure" (Wafferstoffblausänre) zu nennen. Dat Aus-sührliche darüber ist in Schweigger's Journal sir Ehe-wie und Physik Band XVI. S. i. u. s. f. nachzuloen.

Anmcrk. des U bcrs.