Band 
Zweiter Band.
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von dieser Erscheinung keine andere Erklärung geben,als indem ich eine Thatsache in Erinnerung bringe,die sowohl auf diesen als auf andre Färbe, Stoffe an,wendbar scheint; nehmlich, daß einige Stosse ihre Far,den durch die Gegenwart eines vorherrschendenKalt, andre durch die einer vorherrschenden Säureverlieren. Dieß angenommen, kann das Blau derBerlinerfarbe sich nicht zeigen, wenn der Färbesioff miteinem im Uebermaaß vorhandenen Kali oder selbst nurmit einer alkalischen Erde (wie dies beim Kalkwasserder Fall ist) verbunden ist; aber sie kommt wieder zumVorscheine, wenn das Kali durch eine Säure mit ge,ringen« Uebermaaß der letztern neutralifirt wird.

Natron im milden und kaustischen Zustande wirktwie Kali auf das Berlinerblau, und fast gleiches giltvom Ammoniak. Auch Kalkwaffer, mäßig erwärmt,löst die Blausäure auf, und erhält sie in Auflösungmit nur wenig «nehr Eisen, als die Portion schwarzenOxyds beträgt, welches Proust als einen wesentli,chen Bestandtheil der Blausäure betrachtet. DieseThatsache ward zuerst von Fourcroy entdeckt, und siebelehrt uns, daß der blausaure Kalk geschickter sey alsein Reagens die Gegenwart des Eisens zu vergewis,fern, als dies das blausaure Kali oder Natron oderdas blausaure Ammpniak zu thun im Stande sind.

Scheele hat uns zuerst gelehrt, wie man reineeinfache Blausäure (bestehend aus Stickstoff, Wasser,sioff und Kohlenstoff) erhalten könne, indein man die,selbe in Gasform vorn blausauren Quecksilber entwi,ckelt, mit welchem sie größere Verwandtschaft als mitdem Eisenoxyde hat. Doch die so erhaltene Blausäurebesitzt nichts von jenem schwarzen Eisenoxyde, was fo