höchsten Grad der Oxydation aufsteigen (das ist: seinePortion Sauerstoff von 28 auf 48 Prozent vermehren,und durch diese Vermehrung die dem Berlinerblau ei,genrhümliche lebhafte Farbe hervorbringen); aber diePortion schwarzen Oxyds, welche Proust als einenGrundbestandtheil der särbbarcn Blausäure an,sieht, wird dennoch nicht den mindesten Zuwachs vonSauerstoff erhalten, sondern unverändert in dem Zu»stande eines schwarzen Oxydes bleiben, welches mitdem Sauerstoff bloö in dem Verhältniß von 28 Prozentvereiniget ist.
Die Behauptung: daß Eisen, im geringsten Gradeder Oxydation, unfähig sey, mit der färbbarenBlausäure, das Verhältniß mag wie immer seyn,blaue Farbe anzunehmen oder hervorzubringen, kanndurch verschiedene von Proust beschriebene Versuchebewiesen werden. Der leichteste und einfachste Versuchbesteht darin, daß man etwas vom krystallisirten blau,sauren Kali in eine frisch verdünnte siedende Auflösungvon grünem schwefelsaurem Eisen tröpfeln läßt, worines einen weißen Niederschlag hervorbringen wird, denProust weißes blausaures Eisen nennt, und der dieseFarbe nur deßwegen hat, weil das Oxyd im geringstenGrade der Oxydation sich befindet. Doch da diesesOxyd (ungleich dem, einen Grundbestandtheil bilden,den, schwarzen Oxyd) immer eine Neigung behält,überoxydirt zu werden, so nimmt es auch beständigSauerstoff in sich auf, und geht allmählig von derweißen zur blauen Farbe über; eine Wirkung, die miteiner beim Indig eintretenden gleichförmig ist, undauch bei einem Aufguß von Galläpfeln, wenn er mitgrünem schwefelsaurem Eisen vermischt wird, zum Vor,scheine kommt. Einen ähnlichen weißen Niederschiag