Band 
Zweiter Band.
Seite
76
JPEG-Download
 

und auf demselben Wege habe ich erhalten, wenn ich ')blausanren Kalk an die Stelle des krystalliskrten blau, ^sauren Kali setzte, und eben so, wenn ich frisch zube, 'reitetes salzsaures Eisen, start des grünen schwefelt ;sauern nahm, weil in beiden das Eisen sich im gering, ^sten Grade der Oxydation befand. Ich habe diesen “iweißen Niederschlag auch gummirt und auf Musselin foder Baumwollen - Sammt (V.lvoi) Stellenweise Iaufgetragen und gefunden, daß er durch Verlchluckung ^von Sauerstoff sich schnell in ein volles und sehr schö, ines Blau verwandelt. Ein Gleiches har-e beim Kattun ^statt, den ich in biaulaurem Kali eingeweicht und ger Ätrocknet, und worauf ich verdünntes salzfaures Eisen, 8mit Gummi verdickt. Stellenweise aufgetragen hatte; |anfangs wurde keine Farbe sichtbar, doch wie die Stet, 8len Sauerstoff verschluckten, wurden sie blau. Wenn Zich hingegen auf ein mit blausaurem Eisen getränktes IStück Kattun verdünntes salpetersaures Eisen ebenfalls ÄStellenweise auftrug, so war die Erzeugung des |Blau augenblicklich, weil das Eisen in der Salpe, ^tersönre sich bereits im höchsten Grade der Oxydation ‘jbefand. Ich fand nachmals, wenn ich denftlben Kat, |tun in Hydrothion,Säure- haltiges Wasser einweichte,daß die blauen Stellen durch Desoxydation wieder |weiß, in der Folge aber zum zweitenmal blau wurden, Iwenn man den Kattun in verdünnte Salpetersäure ein, Itauchte, welche den Sauerstoff wieder herstellte. *) f

*) Herr Vertheilet nahm an, daß der Unterschied zwischendem weißen und blauen blausaurcn Eisen nicht in demgeringeren Grade der Oxydation des Ecstern liege, sonderndarin, daß die Schwefelsäure in dem grünen schwefel-sauren Eisen fester an der Basis desselben hange; und zum