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Zweiter Band.
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Bouillon Lagrange sagt im Manuel 6« Chl-mie II. Th. S. 653, daß die Blausäure die oxydirteSalzsäure zersetze, indem sie den Sauerstoff der Leylernverschlucke; daß sie dadurch einen Geruch bekomme,und daß sie in diesem Zustande Eisen von einer grü,nen Farbe niederschlagen werde, welches Grün durchEinwirkung der Sonnenstrahlen, oder durch Zusatz vonmetallischem Eisen oder von schweflichter Saure inBlau sich verändert; da dieses nun lauter desoxyoirenrde Mittel sind, so müssen wir schließen, daß, wennänderst die Sache richtig erzählt ist, die grüne Farbein diesem Falle von einem Uebermaaß an Sauerstoffherrühre, und daß sie sich in Blau verwandle, sobalddieses Uebermaaß beseitiget wird.

Die ungewöhnliche Schönheit und der Glanz desDerlinerblau haben eine Menge Versuche veranlaßt,es wie eine Farbe zu behandeln und als solche gleichund dauerhaft zu fixiren. Der verstorbene Herr Mac«quer schlug zuerst zwei Methoden dazu vor, doch keinehielt die Probe aus. Die erste bestand darin, die Zeu»ge in eine Auflösung von Alaun und schwefelsauremEisen und sodann in verdünntes blausaures Kali cinzu,weichen, und zuletzt in mit Schwefelsäure etwas ge,säuertes Wasser zu tauchen, um alles überflüßige Eisen,Oxyd aufzulösen und zu beseitigen. Indem er dieß öf<

Beweis dieser Behauptung fuhrt er an, daß das weißeblausaure Eisen durch Zusatz von Salzsäure, schweflichteroder phvSphorichter Säure blau werde, ob man gleichnicht annehmen könne, daß eine dieser Säuren Sauerstoffhergebe. Doch darf man wohl als fast unmöglich anneh-men, daß ein solcher Zusatz gemacht werden konnte, ohnedem Sauerstoff aus der Atmosphäre Zutritt zu gestatten.