wenn sie nachher in warm verdünntes mkt Schwefel,säure neutralisirtes blausaures Kali eingetaucht wurden,so erhielten sie eine schöne blaue Farbe. Obgleichin einem der Stücke sich einige Ungleichheit der Farbezeigte, so schrieb ich dieß doch lieber einem Mangel anAufmerksamkeit von meiner Seite beim Umrühren undBehandeln der Färbeflüßigkeit und der Beschaffenheitdes Tuches selber, als einer unvermeidlichen Schwic«rigkeit zu, dieser Farbe eine durchgängige Gleichheit zugeben. Durch-nachfolgende Versuche fand ich auch,daß eine gewisse Genauigkeit erforderlich sey, um dieMenge des (mit den Pflanzenfärbesioffen zugleich ange,wendeten) Eisen-Oxydes in das gehörige Verhältniß zuder Tiefe der blauen Farbe zu sehen, die man auf dasTuch färben will; denn wenn von dem Oxyd mehr ge,nommen wurde als nöthig war, um die Blausäure zusättigen, sch gab dieses Uebermaaß der blauen Farbe ei,nen grünen Schein. Doch kann dieser leicht beseitigetwerden, wenn man das Tuch durch warmes, etwasmit Salzsäure gesäuertes Wasser zieht; auch dürfteneinige wenige Versuche hinreichend seyn, genau dieMenge des schwefelsauren Eisens auszumitteln, welchenothwendig ist, um auf diese Art jede besondere Schal,tirung von Blau auf jede gegebene Menge Tuches her«vorzubringen und dabei alle Schwierigkeiten über diesenPunkt zu hebe». *) Auf allen Fall ist es nöthig, dasblausaure Kali in einer mäßigen Hitze anzuwenden,
*) Ich fand später, Laß das schwefelsaure Eisen eine hinrei».chende Basis für Tuch abgicbt, wenn es zwischen dem60 stcn und loosten Theil oom Gewicht deS Letzter« be-trägt, je nachdem man nehmlich deni zu färbenden Blaumehr oder weniger Volle zu geben gedenkt.