Ich werde über den Gebrauch des Berlknerblauzum Farben eines sehr schönen Grün auf Schaafwolienoch mehr sagen, wenn ich von den Eigenschaften derQuerzitrvnrinde- handeln werde. 14 )
zwar bisher verhindere, Liesen Versuch zu wagen; doch ichbin nicht ohne starke Hoffnung, daß er am Ende doch ge-macht werden wird.
14 ) Der Herr Verfasser konnte bei der Abfassung seines Wer-kes mit den interessanten Arbeiten des Herrn Raymond:die Seide schon blau zu färben, noch nicht bekannt gewe-sen seyn, daher wir darüber hier das wesentliche mit-theilen.
Die französische Regierung machte unter Napoleon fol-gende Preisaufgabe, für deren Lösung sie 25220 Frankenaussetzte:
„Ein Verfahren auszumitteln, Seide und Wollemit Bcrlincrblau, oder blausaurem Kali (lileu <3ePrusse) dauerhaft blau zu färben."
Es gelang Herrn Raymond, ein ganz besonderesVerfahren auszumitteln, durch welches er mit Berliner-blau die Seide schön blau färbte, und besonders ein schö-nes glänzendes Hellblau, das die Franzosen Marie-Louisenblau nannten, erzeugte. Er erhielt auf denBericht dir mit der Prüfung dieser Sache beauftragtenKommission 8220 Franken von der Prcissumme, jedochmit der Bedingung, daß er sein Verfahren öffentlich be-kannt mache. Es wurde nun auf Befehl des Ministersdes Innern die Anweisung dazu gedruckt und durch alleDepartc mente, in welchen Seidenfabriken sind, ver-theilt. Diese Anleitung war im wesentlichen folgende:
Reines (nicht kupferhaltiges) schwefelsaures Eisenbringe man in eine gläserne Retorte oder in einen Kol-