Band 
Zweiter Band.
Seite
109
JPEG-Download
 

Baumwollengarns ;u Streifen in Musselin, zu Einfas-sungen von Taschentüchern und dergleichen. Ich habenicht dieselbe Wirkung bemerkt, wenn ich eine direkteMischung von blausaurem Kali mit einer Kupferauflö,sung anwendete, und eben so wenig, wenn ich dasblausaure Ammoniak in eine Auflösung von Kupfer mitAmmoniak gab (wovon ich mir die meiste Wirkung ver,sprach); doch habe ich immer eins von beiden >olgen,den Verfahren nothwendig gefunden: entweder die(durch Kali, Natron, Ammoniak oder Kalk aufgelöste)Blausäure zuerst auf Leinen, Baumwolle oder Seideaufzutragen, und nach ihrer Trocknung erst eine dervorerwähnten Kupferauflösungen anzuwenden; oder aberdie metallische Auflösung zuerst und hernach das blau,saure Salz zu gebrauchen. Bei letzterer Methode habeich jedoch keine Kupferaufiösung wirksamer gefunden alsdie mit Ammoniak oder flüchtigem Kali.

Einige Jahre nach Bekanntmachung meiner Entde>ckung des rothen blausauren Kupfers wurde die Auf,merksamkeit des Herrn Proust durch den Umstand er,regt, daß, um diese rothe Farbe hervorzubringen, esnothwendig sey, die Blausäure, oder dlausaures Kali,oder Kalk, oder Ammoniak, mit jener Portion schwär,zen Eisen,Oxyds zu schwängern, welche angeführter,Massen nothwendig ist, um das rothe Oxyd in denStand zu setzen, Blau zu werden — und daß einfacheBlausaure ohne das schwarze Oxyd, obgleich sie sichmit den Kupferoxyden vereinigt, nur eine gelblicht«braune Farbe geben will. Ueber diesen Umstand habenwir uns beyde nunmehr hinlänglich aufgeklärt, undich glaube, meinen Versuchen Zufolge, daß man die(rothe) Farbe, wovon die Rede ist, dem Blntrothnäher bringen kann, wenn man von dem schwatzen