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Zweiter Band.
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Italien und fnt südlichen Frankreich wächst, von wo,her die Wurzel und auch der Stamm oder Stock desStrauches, von der Ninde entblößt, gebracht, und (zuSpänen verarbeitet) zum Färben eineö vollen, hohen,der Orangefarbe sich nähernden Gelb auf Schaafwolleoder Tuch verwendet werden. Beides wird mit Alaunoder salpeterigsalzsaurem Zinn zubereitet; doch hat mandie dadurch erhaltene Farbe immer als sehr flüchtig an,gesehen. Ich finde jedoch, daß dieser Fehler, rücksicht,lich der letztern Beitze, größtentheils vermieden werdenkann, wenn man Weinstein zugleich mit dem salpete,rigsalzsauren Zinn anwendet. 25 ) Vier Pfunde gera,

dieser Baum wegen der rauhen Bekleidung seiner Saa-men. Das Holz und die Rinde dieses Baumes werdenunter dem Namen Visetholz in den Handel gebracht.Das käufliche Visetholz besitzt eine ziemliche Harte, istgrüngelb und braungeadert mit schillernden Fasern. Inder Kattundruckerci wird es zuweilen in einem geringenVerhältniß dem Fernambuk mit etwas Birkenrinde zuge-setzt, um ein zu gewissen Zwecken geeignetes Fernambnk-dekokt zu erhalten. Auch bei dem Gelbfärben mit Curcu-ma pflegt man das Visetholz anzuwenden, wie Kurrer im2ten Baude von Dinglers neuem Journal S. Zz. in einerAnmerkung gezeigt hat. Auch bedient man sich zuweilendieses Holzes, um Uni - (gleichförmige) Böden für ge-färbte Reseroagcn in Begleitung andrer Pigmente darzu-stellen.

25) Das Visetholz giebt mit dem salpeterigsalzsauren Zinn,in Verbindung des Weinsteins, allerdings ein sehr vortref-liches Gelb. Ein Theil des Weinstein verbindet sich mitder im Wasser befindlichen Kalkerde, und fällt als wein-steinsaurcr Kalk nieder, wodurch das Gelbe durch die Ent-wickelung der salpetersalzsaurcn Zinnauflösung im schönstenLüstre erscheint; der andere Theil des Weinsteins verhin-