Änderung der Verhältniße des Indiz sowohl als derRinde und des Alauns, nach Belieben verändern kann.Die Kreide trennt in diesem Falle nicht nur die imTuche von dem schwefelsauren Indiz und dem Alaunzurückgelassene Säure, sondern bildet auch, indem siesich mit derselben vereinigt, schwefelsauren Kalk, undsixirt sich, wenigstens zum Theil, als eine Basis in denFasern des Tuches, wo sie dazu dient, die Farbe zu er,heben, und sie etwas dauerhaft zu machen. <sj«
3«) Dingler hat die Erfahrung gemacht, daß man den schlim-men Wirkungen, welche die freie Säure von der Indiz»auflösung bei dem Färben des Sächsischgrün auf das Gelbeverursacht, dadurch am besten abhelfe, wenn mau den insächsischem Vitriolöl gelösten Indiz vor seiner Auwen-dung eines Theils seiner freien Säure beraubt, indemman diese an Kalk bindet. Dieses geschieht auf folgendeArt: Man reibe zwei Pfund guten Indiz zu einem feinenPulver. Nun thue man in einen steinernen Hafen achtPfund gutes sächsischen Vitriolöl, und bringe unter flei-ßigem Einrühre» den Indiz nach und nach in das Vitriol-öl ; das Umrühren muß anhaltend fort geschehen, bis dieMasse in eine gleichförmige fchwarzblaue Flüßigkeit überge-gangen ist. Während des Zusammenreibcns erhitzt sich dieMasse, stößt einen schweflichen Geruch aus, und geräth inein gelindes Schäumen. Hat sich dieses gelegt, so wirdder Hasen wohl bedeckt und an einem warmen Orte, imWinter in der Nähe eines Stubenofens, 24 bis 36 Stun-den ruhig stehen gelassen, während welcher Zeit die Säureden Indiz völlig zu lösen im Stande ist. Nun verdünntman diese Jndigaufiösung mit 60 Pfund Wasser, welchesman zu diesem Behufe in einem Kessel warm gemachthat, und in welches man nach und nach den gelösten Ju-dig bringt. Hierauf tragt man allmählig in kleinen Por-tionen sechs Pfund an der Luft zerfallenen Kalk, den man