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Zweiter Band.
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genwärtlg wird das Sächsischgrün gewöhnlich noch mitGelbholz (alten Fustic) gefärbt, weil die Farbe diesesHolzes nicht so sehr von den Säuren niedergeschlagenwird, als die Farbe der Rinde oder des Wau; unddiese Verschiedenheit setzt den Färber in den Stand,wenn er den Farbestoff des Gelbholzes durch vorläufigges Kochen ausgezogen hat, den schwefelsauren Indighinzuzusetzen, und das Tuch durch eine Operationgrün zu färben, nachdem es, wie gewöhnlich, mit Alaunund Weinstein zubereitet worden ist. Das oben angeegebene Verfahren, ein Gleiches mit der Quercitronrin«de zu bewirken, ist jedoch eben so wohlfeil und gehteben so geschwinde; ja, das erzeugte Grün wird noch

vorher durch ein feines Sieb laufen ließ, in die blaueFlüßigkeit. Ist diese Verbindung geschehen, so gießt mandas Ganze in ein geräumiges hölzernes Gefäß, löst in ei»nein Kessel sechs Pfund Alaun mit zwölf Pfund Wasserauf, stl)üttet diese Auflösung zu der blancu Flüßigkeit,rührt alles ein paar Stunden recht fleißig um, und läßtes dann 24 Stunden stehen. Der Kalk, der sich mit demgroßem Theile der Schwefelsaure (dem zum Jndiganflösengebrauchten Vitriolöl) zu Gvps gebildet hat, setzt sichnun als ein schwerer Satz zu Boden, und der Indig ist,an wenige Säure gebunden, in der Flüßigkeit ausgelöst.Der Alaun begünstigt hicbei vorzüglich die Auflösung undist durch seine Affinität zum Indig sehr geeignet, den In-diz in Auflösung zn erhalten. Diese Zndigauflösnng istnun vollkommen geschickt, das sogenannte sächsische Grünin einer Arbeit und ohne bedeutendem Verlust an gelbemPigment darzustellen. Es ist zu wünschen, daß mit die-sem Blau sowohl zur Darstellung des sächsischen Blau alsauch zu dem sächsischen Grün eine allgemeine Anwendunggemacht werde, indem es sich durch die Anwendung tutGroße» vorzüglich bewährt.