die Fasern der Schaafwolle und des Tuches hatte, au-,genommen, wenn es spärlich und sorgfältig angewendetwurde; und es daher weniger zum allgemeinen Ge,brauch geeignet war, als die Zinnaufiösung, welchedurch eine Mschung von Salzsäure und Schwefelsäuregemacht wurde, wie oben Seite 483 meines erstenTheils gezeigt ist, wohin ich nun meine Leser verweise.
Um hundert Pfund Tuch oder Schaafwollenzeugmit dem höchsten und schönsten Orangegelb zu färben,find nur zehn Pfund von der Quercitronrinde, undeben so viel von schwefetsakzsaurem Zinn erforderlich;die gemahlene und in einen Sack gebundene Rindekann zuerst mit heißem Wasser in den Färbekessel, sechsoder acht Minuten lang, gethan werden; dann setzeman das schwefelsalzsaure Zinn hinzu, rühre die Ml«schung zwei oder drei Minuten lang untereinander,bringe nun das (vorher naß gemachte) Tuch in dasFarbebad, und wende es einige Minuten rasch darinum; die Farbe legt sich auf diese Art so gleichförmigund zugleich so schnell an, daß, sobald die Flüßigkeitanfängt zu kochen, das höchste Gelb in weniger alsfünfzehn Minuten hervorgebracht werden kann, ohneGefahr einer Ungleichheit desselben. Hohe gelb- Schat«tirungeu, welche denen mit Rinde auf eben gezeigteWeise gefärbten nahe kommen, werden häufig mit rbu8cotinus (gewöhnlich, obgleich unrichtig, junges Gelbholzgenannt) und dem Färbergeist (Zinnkomposition) odersalpetersalzsaurcm Zinn erzeugt; aber die so gewonneneFarbe ist weniger schön und weniger haltbar, auch weitkostbarer, als diejenige, welche man von der Rinde aufdie eben beschriebene Art erhält.