Band 
Zweiter Band.
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oder auöflleßt. Wird diese Mischung mit einem Pinselauf Tuch gemahlt, welches vorher sächsischblau gefärbtwar, so bringt sie aus den bemahlten Stellen ein schv,«es Grün hervor. Verdünnte schwefelsaure Indigauf,lösung mit einem Pinsel auf Scharlachtnch aufgetragen,«nd auf dieselbe Weise behandelt, gab ein volles'Schwarz; und es scheint durch Anwendung der gehörig-gen Mischungen auf diese Art leicht zu seyn, alle Der,änderungen von Farben örtlich auf Schaafwoüenstoffendarzustellen So viel ich urtheilen sann, ist geölteLeinwand, welche, meines Wissens, vorher nie zu die«fein Zwecke angewendet wurde, besser dazu dienlich,als irgend eines der fetzt gebräuchlichen Mittel. 4*)

Die schönsten Sächstschgrün können sehr wohlfeilund geschwind erzeugt werden, wenn man das lebhafteGelb, welches man von der Qaerrikronrindr, demfchwefelsalzsauren Zinn und dem Alaun erhalt, mit demBlau verbindet, welches der Indig giebt, wenn er inSchwefelsaure, wie zum Sächsischgrünfarben, aufgelöstwird.

Um diese Verbindung am vorkheilhastesten darzustel-len , muß der Färber zur Erzeugung eines Grün voneinem vollen Körper, auf jede >oo Pfand Tuch, sechsbis acht Pfund gepulverte Quercitronrinde (in einemSack) mit einer nur geringen Portion Wasser in denFärbekessel thun, sobald das Wasser anfangt warm zuwerden; und wenn es hernach zum Kochen kommt,

42) Ueber die Verfahrungsart, Wollenzeuge zu drucken, leseman die interessante Abhandlung von Dannenberg im erstenBande von Dinglers neuem Journal Seite 52, und eineandere von Kurrer, ebendaselbst Seite 162 nach.