Band 
Zweiter Band.
Seite
197
JPEG-Download
 

wolle mit dem zusammenziehenden Stoff der gelbenMyrvbalanen, und mit gewissen öligen und thierischenSubstanzen tränkt, welche die Baumwolle, wenn nach,her eine Alaun , Auflösung zugesetzt wird, fähig machen,letzte zu Zersetzen und eine reichlichere Menge Alaunerdemit sich zu vereinigen. 4») Dieses Verfahren kann,wenn man Quercintrongelb auf Baumwolle färbt, mitso viel Vortheil nachgeahmt werden, daß selbst die essig,saure Alaunerde größtentheils nnnöthig wird, wenigstens,wenn das Gelb nicht sehr heiter und glänzend werden soll.

Statt Myrvbalanen, welche jedoch hier wohl zubekommen sind, können auch Alexpv, Galläpfel ge«braucht werden; jedoch muß man immer die weissestenzu diesem Zwecke aussuchen, weil die dunklern in dieBaumwolle Flecken machen, so daß sie nachher keineglänzend hellgelbe Farbe annimmt; und vielleicht möge»in dieser Hinsicht die Wurzeln von wenigstens zwei oderdrei Arten des amerikanischen Sumach, besonders R.!iusglabra 1 Linn., selbst den weissesten Galläpfeln vorzuziehenseyn, weil sie weniger Flecken machen, und gleichguteWirkung hervorbringen, wie ich bei wiederholten Ver-suchen gefunden habe.

Will man Galläpfel statt der gewöhnlichen Mittelzum Niederschlagen der Alaunerde anwenden, so nehmeman, nach meiner Meinung, auf jedes Pfund Gallapfel(zu grobem Pulver gestoßen) ein halbes Pfund Barilla

49) Dieses ist der nämliche Erfolg, wie bei den zum türkischRoth vorbereiteten Zeugen; es bildet sich da nehmlich gal-lussaure Thonerde- Hierüber vergleiche man die zi Noteim erste» Bande von Dinglcrs neuem Journal der Far-bciunst.