Färbntigsmethode herkommen, wenn nicht schon vorherin der Beitze gefehlt wurde. Bis jetzt hat man dieQuercikronlinde gewöhnlich mit gleich anfangs zugroßer Hitze beim Färben angewendet. 58 ) Ich sage,gleich anfangs; denn später, nachdem einmal dieFarbe langsam durch mäßig warme Flüßigkeit nahe zuihrer eigenthümlichen Höhe erhoben worden, wird dieStcdhitze keinen Schaden mehr thun, ausgenommen,daß sie die Theile, welche weiß bleiben sollen, etwas
rcnb, als die von, Wau ist. Wer wenn, wie eS manch-mal schien, ein schwacher Grund für diese Meinung vor-handen seyn sollte, so wird dieser Nachtheil mehr alsersetzt durch den großen Vortheil, dcn»d!c Quercitronrindedadurch gewährt, daß sie feine starke Verfärbung deSGrundes oder der Theile, welche weiß bleiben sollen, be-wirkt, daß man daS Gefärbte auf daS Gras legen muß-te; ein Umstand, wodurch die gelben Farben vom Wauinimer leiden, und oft beträchtlichen Schaden nehmen, be-sonders im Winter, wo das Bleichen bisweilen mehrereMonate dauern muß.
54) Wir haben uns bereits in der Zgsten Anmerk. über diesenGegenstand ausgesprochen, und es genügt hier, blos nochzu wiederholen, daß die Dauerhaftigkeit der gelben Far-be , mittelst Wau erhalten , vor der von der Quercitron»rinde zur Darstellung gewisser Fabrikate, immer den Vor-zug besitzen werde. Wir sind der Meinung, daß die grö-ßere Dauerhaftigkeit des Waugelb in der Natur des Pig-ments selbst zu suchen seyn dürste, insbesondere, weileine und dieselbe Basis mit dem Pigmente des Wau undder Quercitronrinde abweichende Resultate darbietet, wo-zu frühere und gegenwärtige Vergleichungcn im Großen zuberechtigen scheinen.