mehr beschmutzen oder verfärben wird; und obgleichdieser Umstand ein Grund mehr zu seyn scheint, dieQuercitronrinde in nur mäßig warmem Wasser anzn«wenden, so ist doch dieser Grund von keiner bescnder»Wichtigkeit, weil sich die Flecken von der Quercitron«rinde viel leichter, als die von dem Wau, vertilgenlassen. Aber der wesentlichste Unterschied zwischen die«sen Pflanzenstoffen in Rücksicht des Grades der Hitze,durch welche ihre verschiedenen Farben auf Leinen undBaumwolle auf das beständigste fixier werden, ist der,daß der Wauabsud wenigstens die Brühhitze, wo nichtschon die Siedehitze voraussetzt, um die daraus gezo«gene Farbe dauerhaft zu machen, da hingegen dieFarbe der Quercitronrinde, wie bereits gesagt ist, schonsehr dauerhaft wird, wenn man das Wasser nur einwenig mehr als blutwarm anwendet. Ich habe in derThat wahrend der Sommermonate die Bemerkung ge<macht, daß Baumwollenzeuge, die mit der eßigsaurenAlaun - oder Thonbeitze gedruckt worden, bloß dadurch,daß man sie wenige Stunden mit der Quercitronrindein Wasser der Wärme der freien Luft aussetzte, gerschickt wurden, ein gutes, doch nicht sehr hohes Gelbanzunehmen, ohne daß die unbedruckce Stellen bedeu«lend verfärbt wurden. Von einem blos in der atmos,phärischen Wärme gefärbten Kattun.wurde ein Stückabgeschnitten und poch einmal mit der Quercitronrindein kochendem Wasser gefärbt; es sog nun zwar dieFarbe stärker in sich; als ich aber ein Stückchen vondiesem, und eines von dem vorigen oder bläßeremGelb auf gleiche Weise der Sonne und Luft aussetzte,fand ich nach Verlauf von drei Wochen, daß dasjeni-ge, welches das dunkelste gewesen war, nicht mehrFarbe behalten hatte, als das andere; denn der noch
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