Wenn man die Krapp»Wurzeln mit einem Ver-
größer
färbende Pigment, in der Färberei zu verdienen scheint,so halten wir sowohl der Vollständigkeit des Werkes, al§auck der Belehrung angehender Fabrikanten und Färberwegen, es für unsre Pflicht, unsern Lesern dieses Pig-ment von seiner Entstehung an bis zu seinem Verbrauchevorzuführen, und die verschiedenen Arten zu erwähnen,auf welche die Krappwurzel in Holland, Frankreich undDeutschland kultivirt und zubereitet wird. Viele Schrift-steller haben darüber geschrieben; ihre sehr zerstreuten Ar-beiten in diesem Fache kurz zusammen zu fassen, ist derZweck dieser Anmerkung. Männer, welche sich in diesemGebiete selbst bei der Nachwelt einen bleibenden Ruhm er-worben , sind: Beckmann, Lidbeck, Kulenkamp,Gugenmus, Hermbstjdt, du Hamrlde, Mon-ceau u. a- m-
Die Anpflanzung des Krapps geschieht in Frankreichtheils durch Saamenkörner, theils durch Setzlinge. Er»zeugt man den Krapp durch Saamen, so macht man fol-gende Mischung. Zu jedem Pfund Krappkörner nimnitman } Pfund frischen oder eben erst in einem Mörser zer-stoßenen Krapp, und schüttet'auf jede 6-Viertel dieses sozerstampften Krappes 4 Pfund Wasser, welches man mit2 Unzen Brantwei» vermischt. I" dieser Mischung laßtman die Körner 24 Stunden lang weiche». Um zu ver-hüten, daß die Körner sich nicht erhitzen, muß man siewährend dieser Zeit weuigstens drei Mal umrühren. DcSandern Tages gießt mau die Mischung in einen Kesselmit Wasser, in welchem man 5 oder 6 Tage vorher einenKorb voll Pferdemist abgesotten habe» muß. In dieserBrühe läßt man die Körner 2 oder 3 Tage weichen,, undrühret sie beständig um, damit sie nicht auskeimen.Hierauf nimmt man sie heraus und breiter sie auf ein lei-nenes