größernngsglase untersucht, so findet man, daß der in,
neues Tuch auf Lee Erde aus, um sie zu trocknen, dochso, daß sie nicht zusammenkleben. Hat man diese Körnerausgesäet, und sie gehen auf. so muß man, wenn eS nichtregnet, die jungen Pflanzen bcgießcn, sobald sie aus derErde hervorkomme». Das folgende Jahr werden die jun-gen Pflanzen sorgfältig in der Erde versetzt, nehmlich also:das Erdreich wird geackert, und man setzt sie in die Fur-chen des Pfluges. Au diesem Geschäfte braucht man zweiMenschen, der eine faßt die junge Pflanze und breitet diefaserigen Wurzeln flach über die Furchen her; indem derandere sie mit Erdreich bedeckt- Wenn die Wurzeln garzu lange sind, so macht dieser letztere Arbeiter mit einemSetzholzc Löcher in die Erde und steckt sie hinein, dochmuß dieß immer so geschehen, daß der Stamm der Pflan-ze nicht über z Zoll mit Erde nach der Arbeit bedeckt ist.Awei Jahre nachher bringen die Pflanzen im Monate Sep-tember eine beträchtliche Menge Körner hervor. Diesesammelt man ein, sobald sie eine recht dunkelschwarzeFarbe haben. Man kann sie auf zweierley, aber sehr ver-schiedene Arten, sammeln. Manche Pflanzer ärndten dieKörner, so wie sie reif werden, ein, und lassen die übri-gen vollends nachreifen. Diese Verfahrungsart ist zwarlangweiliger, aber die beste. Andre schneiden, sobald siesehen, daß der meiste Theil der Körner reif ist, die Sten-gel hart an der Erde ab, lassen sie trocken werden, undsondern nachher erst die Körner auseinander. In einemoder dem andern Falle muß man die Körner niemals eheraufbewahren, als bis sie an der Sonne völlig getrocknetsind. Der Stamm der Pflanze kann jährlich z Mal abge-schnitten werden; man darf aber erst im Mai des zweitenJahrgangs damit anfangen. Diese Gewohnheit befördert,wenigstens in Frankreich, das Wachsthum und die Ver-mehrung des Gewichts der Wurzeln gar sehr. Uebrigens
II. S