Band 
Zweiter Band.
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nere Theil eine beträchtliche Meng? Flecken, oder

mag man um diese Zeit die Stengel abschneiden oder unrdie Körner davon absammeln, so muß man immer dar-auf bedacht fern, daß die Pflanze nach jedem solchen Ge-schäfte mit Erde gehörig bedeckt bleibe. Die Stengel sindein vortreffliches Viohfutter. Zwar machen sie die Milchder Kühe ein wenig roth, und die Butter gelb, aber dasschadet weder ihrer Güte, noch der Gesundheit des Men-schen. Erst im dritten Jahre samniclt man im Oktoberdie Wurzeln ein, um sie weiter zn verarbeiten. Sobaldman die ststurzeln ausgezogen hat, legt man sie auf Hür-den in Reihen unter ein Schirmdach, wo sie vor Sonneund Regen sicher sind. Hier müßen sie im Schaitrn tro-cken werden, wozu z bis 4 Tage erforderlich sind, jenachdem das Wetter mehr oder weniger günstig ist. Obsie trocken genug sind, erkennt man daran, wenn sie weichund so bicgfam sind, daß, wenn man sie zwischen denHänden windet, keine Feuchtigkeit mehr herausschwidt.So muß man sie im Schatten trocknen, ehe man sie imOfen gänzlich abdorren kann. Hieraus schiebt man sie ineinen Backofen, woraus man kaum erst das Brod heraus-gezogen hat, und laßt das Osenloch halb offen, damit derDunst herausgehen kau». Dieses Geschäft wird gewöhnlichkurz hintereinander wiederholt. Wenn nun die Wurzelnganz durchtrocknet sind, so, daß sie leicht zerbrechen; sobringt man sie in eine Scheune, wo man sie drischt.Hierauf reinigt man sie mit einer Wanne und durch einSieb, damit alles Erdige, was noch daran hangen möchte,die Rinde und anderes Unreine ganz davon komme. Vonda aus bringt man sie in die Mühle.

Ehe man sie mahlet, pflegt matt, um eine schöneFarbe aus dem Krapp zu bekommen, denselben in einerder folgenden Mischungen zu beitzcn. t) Auf 100 PfundKrapp nimmt man 15 Kannen Wasser, worinnen 1 PfundAlaun (schwefelsaure Alauncrde) warm aufgelöst ist; oder