Band 
Zweiter Band.
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hält, welche mit einer Art von holziger Substanz ver,

gebliebene wird nun auf einer Mahlmühle, woran mandie Mühlsteine ein wenig weiter stellet, als znm Vermah-len des Getraides nöthig ist, gemahlen, und von Neuemgesiedet. Daraus entstehet die dritte und beste Sorte,gurguce grappee (Traubenkrapp). Nach allen diesenBearbeitungen setzt man die drei verschiedenen Sorten ei-ne ganze Nacht hindurch der Feuchtigkeit der Luft aus,preßt sie dann noch vor Tags Anbruch in Fässer, und hebtsje in feuchten Gewölben auf; je langer sie hier liegen,je besser, glaubt man, sollen sie werden.

Im mittäglichen Frankreich wird, nach einem sehrinteressanten Aufsatz von Chaptal, über die Kultur desKrappbau's, der Krapp auf folgende Art zubereitet:Man trocknet die Wurzeln an der Luft auf einem gepfla-sterten Boden, oder auf Horden, wendet sie mit einerGabel um und klopft sie gelinde, um das Oberhnntchcuund die Erde abzusondern. Was am Boden liegen bleibt,und aus Erde, Oberhäutchen und kleinen Wurzeln be-steht, wird gesiebt. Das im Sieben Zurückbleibende giebtden sogenannten Billou oder schlechten Krapp, der nur zudunkeln Farben tauglich ist. Die so gesäuberten Krapp-wurzeln werden auf einer gewöhnlichen Mahlmühle odermittelst Stampfeisen, denen auf Lohmühlen ähnlich, ge-pulvert. Nach dem ersten Mahlen trennt man durch eineSchwinge oder eine» Mehlbeutel den sogenannten unbe-raubten Krapp, der aus noch rückständiger Erde, Ober-haut und Rinde besteht. Das nach dem zweiten MahlenAbgeschiedene heißt halb beraubter Krapp, und endlich er-hält man nach dem dritten Mahlen den beraubten Krapp,welcher der allerbeste ist. Inzwischen ist der halb beraubtevorzuziehen, wenn er von etwas dicken Wurzeln kommt.Mahlt man zu seinem eigenen Gebrauch, so macht mannur eine Sorte, oder will man eine sehr lebhafte Farbehaben, so scheidet man die schlechteste Sorte durch das er-