Band 
Zweiter Band.
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mischt oder vermengt sind. Diese Substanz sowohl als

sie Mahlen ab, und wendet das Produkt des zweiten an,welches in den mittäglichen Gegenden Frankreichs unterdem Namen Grappier bekannt ist. Die guten Wurzelnsind von mittlerer Dicke, nicht sehr saftig und haben aufdem Bruche eine lebhafte röthlicht - gelbe Farbe; diedurch starkes Trocknen runzlicht gewordenen taugen nichts.Sollen die Wurzeln znr Vollkommenheit gelangen, somüssen sie drei Jahre liegen, und erst im vierten ausge-hobcu werden.

Nach Vertheilet werden die Krappwnrzcln in demfranzösischen Elsaß und den obern Weingegenden auf fol-gende Art zubereitet: Man trocknet die Wurzeln in einergehcitzten Stube, die man nur von Zeit zu Zeit öffnet,um der Luft, wenn man sie mit Dünsten überladenglaubt, Ausgang zu verschaffe». Der Ösen nimmt einengroßen Theil des Fußbodens ein; über demselben befinde»sich dreifache, übereinander geordnete, weit geflochteneHorden, worauf man die Wurzeln in Lagen von ungefährzwei Decimctcr«) Dicke ausbreitet. Nach 24 Htundcnsind die auf der ersten Horde, dicht über dem Ofen, tro-cken; man nimmt sie daher herunter, und bringt die vonden obern darauf. Diese Arbeit wird so oft wiederholt,als die zunächst über dem Ofen befindlichen trocken sind.Die trockenen Wurzeln werden gedroschen, durch eineKornfegc geworfen und nachher noch durch ein sehr grobesSieb geschlagen. Was durchfällt wird nochmals gedro-schen, gefegt und durch ein feineres Sieb genommen, unddas auf dem Siebe Zurückgebliebene zurückgelegt. Daszum zren Male durchgesiebte wird alö Sand und StaubWeggeworfen. Alsdann werden sämtliche auf den Sieben- zurückgebliebene Wurzeln mittelst gewöhnlicher Schwingengeschwungen, und Weiber lesen die noch etwa rückständigen

*) Ein Decimctcr mißt Z Zoll 8 Linien.