Band 
Zweiter Band.
Seite
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Ler rindkge Theil scheint unglücklicher Weise viel von

fremdartigen Körper aus. Zum Svrliren derselben be-dient man sich aus Mcffingdrath geflochtener Siebe, derenMaschen z bis 6 Millimeter *) weit sind- Was durchdas feinste fällt, wirft man weg, und hält das durch dasgröbste Sieb Abgesonderte für die beste Sorte. Die aufdiese Act sortirten Wurzeln werden wieder in ein Darr,zimmer gebracht, das aber etwas anders eingerichtet ist,«ls das erstere. Man bereitet sie in Schichten etwa ei-nes Dceimeter dick, auf großen ausgespannten Netzenaus. Daß sie völlig trocken sind, erkennt man daran,wenn man eine Handvoll in der Hand drückt, und dieWurzeln alsdann leichter zerbrechen. Aus dieser Stubekommt der Krapp »och warm in eine Maschiene, worin erzerrieben wird. Die gepulverte Rinde wird durch ein Siebabgeschieden, und diese Arbeit drei bis viermal wieder-holt , alsdann schlägt man sie durch einen Mehlbeutel.Was durch das Beuteltuch oder durch das messingeneDrathnez des Mchlbcutels fällt, ist gewöhnlicher Krapp,und was aus dem äußern Ende des Beutels kömmt,heißt die Blume. Endlich wird das, was aus dem Beu-tel kömmt, noch auf einer Vertikalmühle gepulvert, undalsdann durch Siebe von verschiedener Weite geschlagen.Das darin Zurückbleibende ist immer besser, als das, wasdurchfallt. Der Krapp aus dem Elsaß zeichnet sich da-durch aus, daß er sehr fein gepulvert ist. Er brauchtzum Ausziehen seines Färbestvffes weniger Hitze als derHolländische Krapp.

Im Elsaß wurde der Krappbau ln den Lager Jahreneingeführt. Ein Gutsbesitzer, Namegs Franken in Ha-genau, machte die ersten Versuche. Das Unternehmenwar nicht sehr ermunternd; bis Hoff mann, ein Vcr-

*) Ein Millimeter ist nicht ganz eine halbe Linie.