Band 
Zweiter Band.
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rnit d^r Alaunbasis vereinigt , und auf diesen Umstandrechnen die Färber des Türkischrvth, wenn sie, nach,

Unterwirft man die ganze Krappwurzcl einer Unter«suchung, so wird man finden, daß die Wurzel eigentlichaus drei Theilen zusammengesetzt ist: i) aus einer äu-ßern Rinde, 2) aus einem rothen fleischigen Theil, undz) aus einem holzigen Kern. Der in der Mitte sich be-findliche flcischigte rothe 'Theil enthalt das Pigment imreichiichern Maaße.

Der zubereitete, in Fässern eingestampfte, und vordem Zutritt deS Lichts und der Luft wohl verwahrteKrapp besist die Eigenschaft, daß er durch ein gewissesAlter an Güte beträchtlich zunimmt. Durch daS Liegengewinnt er 6 bis 8 Prozent im Gewicht- Diese Erschei-nung rührt von einer Gähcung her, welche der Krapp inden Fässern einige Jahr lang hindurch durchzugchcu hat.

Das beste Alter ist 3 bis 5 Jahre, je nach der Sorte desKrapps; über 6 Jahr hinaus scheint er wieder inchr zu-rückzugehen. Ein gehörig alt gewordener Krapp, welcher3 bis 4 Jahr auf den Fässern gelegen hat, ist reichhalti-ger an Pigment und kräftiger im Färben als ein jungerKrapp, so daß sein Verhältniß immer ein Viertel mehrbei der Anwendung ausmacht: nehmlich J Pfund alterKrapp leistet im Färben dasselbe, was 1 Pfund neuer vonder nämlichen Sorte hervorzubringen im Stande ist. Deralte Krapp leidet auch beim Färben eine höhere Tempera-tur als der junge.

Es ist übrigens wohl darauf zu sehen, daß der geöff- >nctc Krapp in den Magazinen nicht zu sehr der Lust und idem Lichte Preiß gegeben wird. Aus ersterer absorbirt er >Wasser und Kohlensäure und wird dadurch in die Länge Izersetzt. Das Licht wirkt ebenfalls zersetzend auf den jKrapp, und beraubt denselben seiner färbenden Eigenschaft Inach und nach ganz. *

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