dem sie beide Stoffe zum Färben des Baumwollengarnangewendet haben, den erster» von dem letzter« abson,der» und beseitige» wollen. Zu dieser Absonderung ge«brauchen sie eine Seifenauflösung mit Wasser oft überdem Siedpunkte, und auf diese Art erhalten sie eineFarbe, die an Schönheit jeder gleich kommt, die mandurch Cochenille auf gleicher Basis erhält. 72 >
7 z) Bei den verschiedenen Abstuffungcn rother Schatkirungenin der Kattundruckerei wird das falbe Pigment, welchessich mit dem rothen Pigment zugleich bei der Operationdes Färbens mir der aufgetragenen Basis (Bcitze) aufdem Zenge befestigt, durch die Luft - oder Rasenbleiche,wieder hinwcggeschafft, indem das falbe Pigment sich weitweniger dauerhaft mit der Faser verbindet, als das rothe;,wodurch die reine rothe Farbe nach dem Ausblcichen inihrem vollen Glänze auf dem Zeuge bleibt. Um diesenZweck schneller herbeizuführen, bedient man sich noch meh-rerer Methoden, wovon bald die eine, bald die andere inAnwendung gebracht wirb, so wie es die Natur des Gan-zen mit sich bringt. Diese Methoden bestehen in Kuh-mist, Klevcn, Erbsen, Lerchenschwamm und Seiscnbade,welche theils abwechselnd und auch bloß allein angewendetwerden, je nachdem man dsx Schattiruugcn der verschiede-nen rothen Farben zu erhalten wünscht. In jede!» Fallrathen wir, wenn man glänzcndrothe Farben erzielenwill, bei dem Färben der Kattune das Krappbad keinerzu hohen Temperatur zu unterwerfen, und lieber denKrapp weniger zn sparen. Das Gleichgewicht der Koste»wird nun durch verminderte Manipulation, nehmlich inKlcvcn, Seife, Brennmaterial, Arbeitslohn rc- reichlichersetzt.
Außer dem salben Farbcstoff enthält der Krapp, nachAngabe mehrerer Schriftsteller , auch noch einen geringenAntheil freier Weinsteiusäure, die man.als Ursachen, ant