«e Stunde lang in der Bahhitze gehalten werden, dieWolle eine volle, obgleich bräunlich rothe Farbe ein«saugt. Feines.Tuch, eine halbe Stunde lang in mä,ßlg mit Schwefelsäure gesäuertem Wasser gesotten, unddarauf, unausgewaschen, mit Krapp gefärbt, wird einschöneres Roth bekommen, welches, obgleich wenigerglänzend und weniger dauernd, als das auf Alaun»haltige Basis gefärbte, dennoch Sonne und Luftzwei Monate lang ohne bedeutenden Nachtheil aushal»ten kann. Tuch, auf dieselbe Art in Wasser, das mitSalpeter - Salz » Weinstein » oder Cikronensäure gc»säuert wurde, behandelt, und mit Krapp gefärbt, »ahiirrothe Farben von verschiedenen Schattirungen aber fastvon gleicher Dauer an. Diese Wirkungen warenmir ganz unerwartet. Leinen und Baumwolle je»doch nahmen, bet derselben Behandlung und bei Lnwen»düng derselben Mittel, keine Farben an. Ein starkerBeweis, daß die Verwandtschaft einiger Färbestoffe zuthierischen Stoffen größer ist als zu Stoffen aus demPflanzenreiche.
Die merkwürdige Wirkung des Krapps, der seinerothe Farbe den Knochen aber nicht den zartern Thei,len der Thiere, mit derer Futter er vermischt wordenist, *) mittheilt, schien eine bedeutende Anziehung
*) Bekmann erzählt im, zten Theil seiner Geschichte derErfindungen, daß LemniuS (ein Ärztin Seeland, woder Krapp - Bau lange Zeit getrieben wurde) der ersteSchriftsteller gewesen sey, der diese Thatsache bekannt ge-macht habe, und führt folgende Worte auS LemniuSAbhandlung äs inirqculir ocsultlg nsturss (gedruckt zltCölln im Jahr lZ8l.) an : „ Erj,tbrodanum oder Rubeafärbt die Knochen der Thiere,' welche die grünen Blätter