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Zweiter Band.
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getrocknet worden, sechs Stunden lang in Flußwassereingetaucht, sodenn gewaschen und wieder getrocknet.

Bemerkung. Die dem vorherigen Geschäfte bei»gefügte Erläuterung reicht auch für dieses hin.

Siebentes Geschäft; Färbe»Tunke.

Die Baumwolle wird in Abtheilungen, von beiläu,fig zehn Pfunden auf einmal, gefärbt. Hiezu nehmeman beiläufig zwei und eine halbe Gallone Ochsen,blut *) und mische eö im Kupferkeffel mit acht undzwanzig Eymern (pails) milchwarmen Wassers, rührees wohl um, setze fünf und zwanzig Pfund Krapp hin»zu, und rühre noch einmal das Ganze wohl unterein,ander. Hierauf tauche man die zehn Pfund Baumwol,

") Das Blut ward auf diese Art zuerst mit Krapp, vermuth-lich in der Erwartung, angewendet, daß die rothe Farbedes ccstern die dcS letzter,! erhöhen sollte. Obgleich dieseErwartung getäuscht werden mußte, da die rothen Kügcl-chen nicht nur sich nicht fixiren lasten, sondern auch selbstbei weniger als Sicdhitzc großtenthcils schwarz werden:so bin ich doch überzeugt, daß die Anwendung von Blutvorthcilhaft ist, weil cS etwas liefert, waS zur Firirungder Krappfarbe beiträgt; obgleich der besondere Theildesselben, der diese Wirkung hat, noch nicht auSgemitteltworden ist. 106 ) So geschieht es, daß bisweilen einIrrthum uns auf nützliche Wahrheiten stoßen läßt; einIrrlicht kann den nächtlichen Wanderer in einen Graben,aber eben so gut auch in eine gastfreundliche Behausungführen.

106) In dem Anhange nehmen wir Gelegenheit, über die Wir-kung des Bluts bei der Türkischrothfärberei einiges zu er-wähnen.