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Zweiter Band.
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le, die man vorläufig auf Sticke gehängt hat, ki dieFlüßigkeit ein, und drehe sie eine Stunde lang immer«fort um; während des Drehens vermehre man stufen«weise die Hitze, so daß die Flüßigkett am End- derStunde zu sieden beginne. Alsdann lasse man dieBaumwolle sinken und noch eine Stunde länger ganzstill fortkochen; zuletzt wasche und trockne man sie.

Aus der siedenden Flüsiigkeit nehme man so vielheraus als nöthig ist, um den Rest durch Beimischungvon frischem Wasser, womit man den Kessel wiederfüllet, bloß milchwarm zu machen; 107 ) hierauf schrei«te man zur Zurichtung einer Färbeflüßigkeir, gleich dervorigen, für die nächsten zehn Pfund Baumwolle,und fahre nach und nach mit dem Ganzen so fort.

Bemerkung. Zu Rouen wird die Baumwollein Abtheilungen von fünf und zwanzig Pfunden ge«färbt; der Färbekeffel hat eine viereckigte Form, undenthält beiläufig hundert Gallonen Flüßigkeit. Auf je,des Pfund Baumwolle wird ein Quart Ochsenblut mitzwei Pfunden Provence-Krapp, oder mit einem PfundProvence i und einem Pfund Smyrna > Krapp genom,men. Einige Personen jedoch halten es für besser, dasFärben in zwei abgesonderten Operationen zu bewerk,stelligen, und nehmen von der eben erwähnten PortionKrapp die eine Hälfte zu dem ersten, und die andere

107) Es ist immer besser, den Kessel von der ausgefärbtenFlotte zu leeren, gut zu reinigen und mit frischem Wasserzu füllen, als von dem vorigen Färbebad so viel Flüßigrkcit darin zu lassen, um die hier angegebene Temperaturdurch Zusatz von kaltem Wasser zu erhalten, denn derRückstand kann unmöglich für die Färbung eines schönenRothö vvrtheilhaft seyn.