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[Erster und Zweiter Band.]
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Von dem Lande Aegypten etc. 11

ren solcher mächtigen Denkmäler bei näherm Nachforschen entdecken sollte(Herod. 2 , 169. 170. und 175.)

2. Euto: Diese Stadt am Ausflüsse des Sebennytischen Armes und amSee Chemmis gelegen, hatte nicht weniger bedeutende Denkmäler, die derLatona und ihren Nährkindern,' dem Horus und der Bubastis, geweiht waren.

Der Tempel der Latona hatte Vorbaue fünf und vierzig Ellen hoch.Aber in dem Tempelraume selbst übertraf alles die Kapelle der Göttin. Diesebestand aus Einem Stein, sowohl in Rücksicht der Höhe als des Umfanges:die Seiten waren unter sich von gleichem Maafse, jede von vierzig Ellen,und dieser Kapelle diente ein anderer einzelner Stein zur Ueberdeckung, deram Rande umher eine Dicke von vier Ellen hatte. Auf der Insel lag derPrachttempel des Horus, welcher aufserdem noch einen gemeinschaftlichenmit der Schwester in der Stadt hatte. Ein dreifacher Altar war vor demTempel errichtet, und ein Palmenhain zierte die Insel, Sollten nicht nochSpuren so mächtiger Denkmäler auf die ehemalige Lage der Stadt führen?

5. An einem Orte, Bebek El Hagar genannt, traf Hamilton (Aegyp-tiaca p. 389 ) noch auf mächtige Ueberreste. Die Thore, die Säulen, die Ka-pitale, das Gebälke, alles ist von Granit, die äufsern und innern Wände mitreichen Verzierungen bedeckt, und die Kapitale ganz denen von Tentyris ähn-lich (Sieh Taf. 3. Fig. 11.). Der Tempel mifst 300 Fufs in der Länge und100 in der Breite. Aber alles liegt um^estürzt in einem unförmlich hohenHaufen von Ruinen. Hamilton hält den Ort für das alte Atharbechis, undden Tempel für den der Venus (Herod. 2, 41. cf. Strab. 17. p. 802.)

4. Der zweite Ort, wo Hamilton (p. 382.) noch grofse Ruinen fand,war San, das alte Tanis. Man sieht allda mehrere Einschlüsse von ungebrann-ten Ziegeln, wovon der mittelste, worin der Haupttempel lag, der bedeu-tendste ist. Das Viereck des Einschlusses hat die Länge von 1000, und dieBreite von 700 Fufs. Der gröfsere Umfang der Stadt selbst beträgt ungefährfi englische Meilen. Von den Tempelruinen sieht man noch ein Prqpylonvon Granit, Säulengänge, Mauern, Obelisken, Statuen, aber alles in Haufenhegend in einer Strecke von mehr als 1000 Schritten. Darunter finden sichSphinxe von colossaler Gröfse, und ein Kapital mit Falmzweigen geziert, daseinzig, welches der Reisende so verziert in Granit antraf, und wobei er dieBemerkung macht, dafs die Ruinen im Delta aus Granit seyen, wahrend imbjilthale aufwärts das Material hauptsächlich aus Kalk- und Sandstein bestehe,

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