Unterhandlungen der Eidgenossen mit Karl VI».
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verlegte Messe nun nach Bourges verlegt werde. Mit großerNoch erhielten sie nach zehnwöchentlichem Aufenthalt die ver-sprochene Zahlung; aber wegen der Messe wurde ihrem An-suchen keine Rechnung getragen, und erst längere Zeit nachher,nach öfter» Klagen der Eidgenossen, der Deutschen und vonSavoyen, wurde endlich diese Messe wieder nach Lyon verlegt. 48 )
Als der Erzherzog Marimilian, Gatte von Maria, der reichenErbin von Burgund, trachtete, eine Vereinigung mit den Eidge-nossen zu errichten, sandte Karl ungesäumt den Peter Loys,seinen Hofmeister und Hauptmann über die in seinem Dienststehenden Schweizer, nach Bern und ließ vorstellen, daß erzwar weder innere noch äußere Feinde habe, deßwegen auchkeiner Gefahr ausgesetzt sei, aber die Eidgenossen dennoch er-suche, den mit ihm geschlossenen Bund treu zu halten. Als eraber bald darauf in Krieg verwickelt wurde mit Marimilian,erschien der nämliche Gesandte im Brachmonat 1485 schon wiederin Zürich und Bern und bezeugte sein Bedauern darüber, daßsie immer noch mit dem Erzherzog unterhandeln und ihm Sol-daten zulaufen lassen, während er nun sein Feind sei, was dochgegen den Bund streite. Die Eidgenossen versicherten ihn, daß,wenn sie auch mit andern Fürsten Verträge abschließen würden,sie doch nichts darin aufnehmen würden, was ihm nachtheiligwäre; er solle sich nur auf ihre Treue verlassen, und was dieReisläufer anbetreffe, so werden sie solche so viel abstellen, alsin ihren Kräften liege. 49 )
Im Ansang des Jahres 1488 führte der Prinz von Oranienaus Auftrag des römischen Königs Marimilian dem Herzogvon Bretagne, Franz II-, und dem Herzog Ludwig von Orléans
") Anshclm I. 362.
"1 A. a. O. 394. 395.
"1 Er ward den 16. Hornung 1486 gewählt. Ai t de v. I. d. V». 372.