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Erster Band.
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Tod Karl'S IX. „nd Thronbesteigung Heinrichs IN. i13

schweizerischen Bischöfe und theils durch die eigene Meinungder katholischen Kantone veranlaßt. Dieser Widerwillen steigertesich allmälig zum Haß und artete zum wirklichen Religionskrieg aus.Obschon 1531 zwischen den Religionsparteien der Frieden ge-stiftet wurde, so war er doch nur äußerlich, und im Innernherrschte» Haß und Feindschaft, die nun auch während der Ver-folgungen der Hugenotten in Frankreich und der Streitigkeitenin Deutschland sich immer steigerten, solchergestalt, daß kein eigent-liches geistiges Band mehr die Schweiz zusammenhielt, sondernsie in zwei schroff entgegengesetzte, gegen einander mißtrauischeParteien getheilt war. Nur die Furcht vor Unterjochung unddie Liebe zur Autonomie (heutzutage Kantonalsouveränität ge-nannt) hielt noch von der gänzlichen Trennung zurück, mitunterauch die Mitregierung der gemeinen Vogteien, von welcherkein Theil Neigung hatte, abzustehen.

Während der 14jährigen Regierung Karl's IX., welcher den30. Mai 1574 starb, waren immerfort katholische und öfterauch Truppen von Basel und Schaffhausen in Frankreich, diemitwirkten, die Hugenotten zu bekriegen, während hingegen re-formirte Schweizer zuweilen in den Reihen der Hugenottenstanden, oder im Vaterlande bewaffnet waren, die Grenzen zusichern gegen allfällige Angriffe der Spanier bei ihrem Marschenach Flandern durch die savopschcn, an die Schweiz grenzendenProvinzen. _

Nach dem Tode Karl's wurde sein Bruder Eduard Alexander,Herzog von Anjou und König von Polen, obschon abwesend,den 30. Mai 1574 in Paris zum König von Frankreich pro-klamirt, unter dem Namen Heinrich HI.

Wahrscheinlich wußten es die reformirten Kantone, daß er in seinerJugend den Hugenotten zugethan war; ,04 ) daher sie hofften,

*°*)Mémoiresde Marguerite de Valois. SöfiPelitot. Tom. XXXVll. S. 31

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