16
Einleitung.
evangelischen Städte noch eine besondere Audienz bei dem König,da die meisten Berichte darin übereinstimmen, daß sie den Auf-trag statten, istn zu bitten, den Friedensvorschlägen der Huge-notten Gehör zu geben und ihm die Kinder des Admirals Colignpzu einpfestlen, was aber, besonders die letzte Bitte, ungnädigvon dem König aufgenommen wurde. Es scheint, die katholischenGesandten haben stievon nichts erfahren; denn sie berichten nur,daß, nachdem sie den Antrag der vier Städte vernommen hattenund bemerkten, daß die Abgeordneten des Prinzen von Condöund der Städte la Rochelle, der Provence, des Languedocs unddes Dauphine viel mit ihnen verkehrten, so haben sie den Herrnvon Bellievre gebeten, ihnen noch eine besondere Audienz bei demKönig auszuwirken, welche sie dann erhielten. Sie stellten demKönig und seiner Mutter vor, daß sie von ihren Herren undObern den Befehl haben, Jhro beiden Majestäten in besterMeinung zu berichten, daß, weil die andern vier Herren Ge-sandten den Auftrag haben, Jhro Majestät darum anzugehen,daß sie den Frieden mit ihren rebellischen, ungehorsamen Unter-thanen machen, so möchten Jhro Majestäten doch wohl be-trachten, daß sie das begehren, weil es für ihren neuen Glaubenersprießlich wäre; deßwegen wollen sie im Namen der 7katholischen Kantone gebeten haben, mit den Hugenotten keinenFrieden abzuschließen, welcher der Ehre G'ottes, dem alten,wahren katholischen Glauben und dem Interesse Jhro Majestätenzuwider wäre, worauf ihre Herren und Obern ganz vertrauenund ihnen aufgetragen haben, Jhro Majestät aller Hülfe undBeistandes zu versichern.
statt durch das Betreiben des französischen Gesandten. Die übrige Be-schreibung ist großen Theils fehlerhaft; selbst Vuilliemin benutzte dieoben angeführte Urkunde nicht, obschon sie schon 183$ veröffentlicht wurde.