Band 
Erster Band.
Seite
118
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Ei nleitung.

Eben so unzweckmäßig und unfreundlicher war das Benehmender Katholiken, die bestimmt forderten, daß der König fortfahre,die Hugenotten zu verfolgen. Alle Vaterlandsliebe war bei diesemBenehmen auf beiden Seiten ausgeschlossen. Die Reformirtenhatten noch für sich, daß sie die Katholiken einluden, mit ihnengemeinsam zu wirken, und gaben ihnen dadurch zu erkennen,daß sie nichts Schädliches gegen sie erzwecken wollten; hingegenmußte das geheime Benehmen der Katholiken, wenn die Refor-mirten es ahneten, bei ihnen Mißtrauen erregen. Einen solchenMangel an Umsicht und unparteiischer Beurtheilung seines Be-nehmens,, so wie die Abwesenheit jeder höhcrn politischen Idee,werden wir noch oft rügen müssen.

In den Jahren 1578 und 1579 vereinigten sich verschiedeneUmstände, welche es Frankreich wünschbar machen mußten, mitder Schweiz in nähere Verbindung zu treten. Man wollte Kundehaben, daß der König von Spanien, Philipp II., ein Ver-kommniß mit dem Herzog von Savopen, Emanuel Philibert,gemacht habe für eine thcilweise Theilung der Schweiz unddaß der Anfang mit der Eroberung von Genf sollte gemachtwerden. Dieses giebt uns den Schlüssel über die BesorgnisseBerns bei dem Durchmärsche der spanischen Truppen längs derGrenzen dieses Kantons, so wie auch über den Bund, den derHerzog von Savoyen 1577 mit den katholischen Kantonen schloß,um diese von der Vertheidigung Genfs abzuhalten. Bern hatteschon 1578 im März und April Warnung erhalten, daß Truppendes Herzogs von Guise bestimmt seien, Genf zu belagern. "”0 DieseEreignisse begünstigten sehr die Absichten des Königs von Frank-reich, einen allgemeinen Bund mit den Eidgenossen abzuschließen,

Mcz.eray VI. 4 HO.

io9) Es sammelten sich auf verschiedenen Punkten K bis 10,000 Mann, diegegen Genf bestimmt waren. Fragmeus de Grenus, p. 52, und Stett-ler U. 226.