Band 
Erster Band.
Seite
119
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Unterhandlungen des BundeS mit Heinrich »I. llS

wozu er schon seit einiger Zeit seinem Ambaffadoren Bellievre,Herr von Hautefort, Befehle ertheilt hatte. Bern und Solo-thurn, die erst seit Kurzem, ihr Bürgerrecht wieder erneuerthatten, vereinigten sich, dem Ambaffadoren vorzustellen, wie wichtiges sei, daß der König auch die Verbündeten der Schweiz inseinen Schutz aufnehme und namentlich Genf, welches derSchlüssel Frankreichs und der Schweiz sei, aber allein seinenmächtigen Nachbaren nicht widerstehen könne. "°J Die Genferihrerseits unterstützten diese Unterhandlungen aufs kräftigsteund bevollmächtigten ihren Gesandten Rosct, den Herren Polierund Balthasar von Gryßach, französischen Ambassaden - Sekretärs,1500 Thaler zu schenken, damit sie sich zu Gunsten Genfsverwenden. m ) Wirklich gelang es dem Herrn von Hautefort,einen Bund zwischen Frankreich und den Ständen Bern undSolothurn, mit Einschluß von Genf, zu verabreden, obschon derOberst Pfyffer dagegen arbeitete und den Abschluß dadurch ver-spätet hatte, daß er dem König schrieb: „Er könne es nicht„glauben, daß Se. Majestät wolle Genf Sicherheit verschaffen„und dadurch den Haß des Papstes und aller guten Katholiken„auf sich laden." Dessen ungeachtet wurde dieser Traktat be-schlossen, denn der Hof sah einen neuen Krieg mit der Ligue be-vorstehend. Niklaus Harlay von Sancp wurde als Nachfolgerdes Herrn von Hautefort auf den Gcsandtschaftsposten in derSchweiz ernannt, und half noch während seines Aufenthaltesin Paris, die Unterhandlungen dieses Bundes zu leiten, durch

De Thou Liv. LXV11I.

ni) Le dit Grissac nous pouvant beaucoup servir ou beaucoupnuire, encore même que l'Ambassadeur nous fut favorable, ets'employât beaucoup pour nous. Fragmens de Grenus. P. 51.Diese wurden erst nach abgeschlossenem Traktat den >7. November 1380bezahlt. 1 . e. p. 55.