Band 
Erster Band.
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Berichte zu ertheilen und zu suchen, dort die Einigkeit zu er-halten. Dieser Mann, den wir in unserer Geschichte immer alsden ersten Staatsmann der Schweiz, einen kräftigen, rechtlichenund das Vaterland liebenden Mann werden wirken sehen, er-warb stch schon damals den Dank des bernischcn Rathes. Alsnun im August 1697 die Kunde nach Bern kam, daß die Her-zogin von Nemours in erster Instanz den Erbstreit mit demPrinzen von Conti verloren habe, schickte Bern im Jänner 1698den Schultheißen Hans Rudolf Sinner ") und den nunmehrigenSalzdirektor Willading nach Neuenburg, um wo möglich daselbstdie Eintracht herzustellen und den Anhang der Herzogin zu be-festigen. Gleichzeitig schickte Bern den Rathshcrrn Jmhof nachSt. Urban, den Abgeordneten von Lucern, Freiburg und So-lothurn seine Ansichten mitzutheilen und sie dafür zu gewinnen.Die bernischcn Abgeordneten in Neuenburg schilderten die dortigeLage als sehr bedenklich und schrieben sie vorzüglich französischenUmtrieben zu. Man erfuhr auch, daß der französische Ambafsa-dor Amelot an den König einen für Bern sehr nachtheiligenBericht eingesandt hatte, was die Berner bewog, den deutschSeckelmeistcr von Muralt und den Alt-Venner von Grafcnriednach Solothurn an den Botschafter zu schicken, ihm die Sachenäher zu erklären. Zugleich brachten sie ihm einen Brief anden König, worin sie ihre Maßregeln entschuloigten. In-zwischen aber sandte Herr Amelot folgende strenge und drohendeVerbalnote an die Herren Sinner und Willading durch denHerrn von la Boullaye.

") Auch er war nach Tillier IV. 347 ein Mann, der IN hohem Grade dasZutrauen der Regierung besaß, ein ausgezeichneter Äopf, der den Glanzund den Reichthum seines Hauses gründete.

Von Tillier IV. 347. 355.