Band 
Erster Band.
Seite
205
JPEG-Download
 

I

Evangclische Konferenz in Langenthal. 2<1S

über Vorstellungen zu machen, und rathen, wie man die Ruheim Neuenburgischen und in der Eidgenossenschaft erhalten könnte.

Drei Abgeordnete des Fürsten von Metternich und des Staats-rathes und zwei von der Stadt Neuenburg wurden nun einge-führt, die sich über die Maßregeln von Frankreich beklagten undüber eine Protestation der katholischen Orte, die bei der franzö-sischen katholischen Regierung immer viele Vortheile in Bedien-stungen genießen und bei Streitigkeiten mit den evangelischenOrten offenen Paß aus Frankreich hätten. Das Interesse derEvangelischen erfordere, daß sie Neuenburg bei der Wahl undvor einem Überfall schützen, wozu der König von Preußen unddie Alliirten ihnen Hülfe zusagen. 8000 Preußen stehen inItalien und 10,000 Hessen auf den Grenzen zu diesem Behufebereit.

Zürich war der Meinung, man sollte diese Sache einer allge-meinen Tagsatzung vortragen, weil drei katholische Städte auchmit Neuenburg verburgcrrechtet seien, wogegen aber Bern ein-wendete: Da die katholischen Orte Widerwillen zeigen, weil sieeinträgliche Bedienstungen in Neuenburg verloren, daher auchgegen Alles protestirt haben, und man vielleicht von ihnen nochmehr Schwierigkeiten als von dem französischen Ambassador er-fahren müßte, so könne Bern nicht zu einer allgemeinen Tag-satzung stimmen.

Glarus erklärt sich nur darüber deutlich, daß es im Falleder Noth bundesgemäße Hülfe leisten werde.

Basel will die Sache allen Kantonen vortragen, sonst könntenin andern Fällen die Katholischen ihre Pflichten auch nicht er-füllen wollen, und bittet, daß man sie nicht dazu brauche, demAmbassador Vorstellungen zu machen. Nach einigen Schwierig-keiten und nachdem Basel neue Instruktionen eingeholt hatte,vereinigten sich alle für die Abordnung an den Ambassador, wo-