Band 
Erster Band.
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213
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Gefährliche Lage von Neuenburg und Bern. 213

bürg und Valangin und der Stadt Neuenburg sich werden aufder einen Seite bemüht haben, die Rathsglicder für sich zustimmen, und daß auf der andern der Ambaffador es gewißnicht wird unterlassen haben, seine Intriguen zu spielen, sokönnen mr uns denken, in welcher heftigen Aufregung manin Bern sein mußte. Es ist daher für unseren Zweck und fürdie Sittengeschichte der Zeit äußerst wichtig, daß wir hier denganzen Vertrag mittheilen, welchen die gesammten Verordnetendes Rathes und der neuenburgischen Kommission dem Ratheden 24. Ehristmonat gemacht haben

Die Kommission habe nach erhaltenem Befehl sowohl diemündlichen Berichte, wie auch die schriftlichen Eingaben deranwesenden Herren Deputirten der fürstlichen Regierung, derStadt Neuenburg und deren von Valangin vernommen, so wieauch die Denkschrift der Gesandten von England und Hollandund diese Sachen den 22. und 23. geprüft und theile nun demRathe ihr beinahe einstimmiges Befinden mit.

Es zeige sich aus Allem, vorzüglich aber aus der Denkschriftder Stadt Ncuenburg, daß wirkliche Gefahr vorhanden und eshohe Zeit sei, dasjenige vorzunehmen, was die dringende Noth,das Heil und die Wohlfahrt des eigenen Vaterlandes, und dieErhaltung der Religion erfordere.

So wie wir auch die wirklich vorhandene Noth erkennen, sohaben wir andrerseits auch gefunden, daß wir nicht nur mit demjeweiligen Grafen verburgerrcchtet, sondern auch mit der Stadtund den meisten Gemeinden des Landes verpflichtet sind, so sindwir also in Kraft der geschwornen Eide die Hülfe schuldig, undnach der Ermahnung des göttlichen Wortes müssen wir sie auchleisten, wenn schon für uns Schaden daraus erwachsen sollte;

>*) Wir vermuthen, es sei die nämliche geheime Kommission, welche späterFriedcnSkommission genannt wurde.