Band 
Zweiter Band.
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Rapport a n den König liber diese Abordnung. 93

das Zutrauen von beiden sich erhalte. Er sagte dann, daß beiseiner Ankunft in der Schweiz er sich vorgestellt habe, daß dieVerbindungen der katholischen Stände und des Abts von St. Gal-len mit dem Kaiser sie abhalten würden, ihm alles nöthige Zu-trauen zu schenken; daß hingegen, da die Protestanten nicht dasnämliche Interesse haben, er erwartet habe, diese würden lieberseinem Rath folgen; daß aber der einzige Erfolg darin bestehe,daß alle Kantone seine Mäßigung und Unparteilichkeit rühmten;daß er übrigens bemerkt habe, daß sie es ausweichen, mit ihmüber das Toggenburger Geschäft und den Streit wegen Steinzu sprechen, welche die Ursache ihrer Uneinigkeit seien; daß esendlich scheine, der Krieg zwischen ihnen sei ein unvermeidlichesÜbel, das sie unfehlbar zu ihrer Auflösung führen und nur demKaiser zum Vortheil dienen werde; dieser trete unter ihnen imSchafpelz ein, aber sie werden den Wolf erkennen, wenn es zuspät sein werde; daß er sie zum letzten Mal im NamenSr. Majestät ermähne, zu bedenken, daß sie am Rand des Ab-grundes stehen; daß der König seine Anerbictung eines gemein-samen Freundes fortsetzen werde, aber daß, wenn sie keinen Er-folg haben, der König gezwungen sein werde, kräftigere Maß-regeln zu ergreifen, sie zu hindern, sich in den Abgrund zustürzen; daß er die nämliche Sprache gegen die Katholiken führe,und daß er wünschte, daß sie Alle sie benutzen wollten. Manhörte ihn ruhig an, erzählt der Gesandte ferner, man versprach,treuen Rapport zu machen von der Güte des Königs, und manglaube, ihn versichern zu können, daß, wenn alle Katholiken sogeneigt seien, wie sie, er bald vernehmen werde, wie groß dieEhrerbietung und Nachgiebigkeit sei, die sie für Se. Majestäthegen.- Er glaube, man werde in wenigen Tagen die Wirkungerfahren, welche seine Rede in den Kantonen bewirkt habe. Erberichtete dem König noch seine Unterredung mit dem Bürger-meister Burckhardt von Basel, und daß dieser ihm gesagt habe,