Buch 11. Kapitel 11.
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zeugung trennen, daß man sich eng vereinigen müsse, um einenEinfall der Kaiserlichen zu hindern. Er berichtet ferner: DerLandvogt Balthasar von Lucern (wahrscheinlich Jakob) wurdeglücklicherweise von dem Abte als einer der Vermittler erbeten.Der Graf Trautmannsdorff glaubte ohne Zweifel, daß er indieser Stellung sich ihm ganz anvertrauen könne, wie er es gegenden Schultheißen Dürler gethan hatte. Balthasar, ein einsichts-voller Mann und dem König zugethan, obschon von einer demDürlex entgegengesetzten Partei, theile dem Grafen dü Lüc dieSchritte des kaiserlichen Ambassadors mit, und er lasse durch ihnden Bernern mittheilen, was er sie gerne wissen lasse.
Balthasar wurde vorgestern von dem Grafen Trautmannsdorffeingeladen, zu ihm zu kommen. Nachdem dieser genug über dieUngerechtigkeit der Protestanten geschimpft hatte, fragte er ihn,was er vorn Toggenburg halte. Balthasar erwiederte: Niemandkönne abläugnen, daß das Toggenburg ein Reichslehen sei, je-doch mit solchen Vorbehalten, welche den Schweizern durch Trak-tate bewilligt worden, daß weder der Kaiser noch das Reichweder Dienste noch Abgaben fordern können. Der à Graf fragteweiter, was er glaube, daß die Katholischen thun würden, wennder Kaiser sich veranlaßt sähe, zum Schutze des Abtes Truppenin's Toggenburg einrücken zu lassen.- Aus der Antwort Baltha-sarö, er wisse nicht, welchen Entschluß seine Obern fassen wür-den, habe der Graf wohl schließen können, daß Dürler undBalthasar ungleich gestimmt seien, und daß Lucern vielleichtsich in Gegenwehr setzen würde, wenn der Kaiser Truppen wollteeinrücken lassen. Er glaube, es sei nöthig, die Parteien in Un-gewißheit zu lassen, und während man dem Grafen Trautmanns-dorff glauben mache, die Nation werde zusammenhalten, dieProtestanten gleichzeitig zu überzeugen, daß, wenn sie sich nichtnachgiebig zeigen, die Katholiken sich von ihnen trennen undkeinen Antheil nehmen würden, wenn der Kaiser Truppen ein-