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Buch 11, Kapitel 11.
beschützten evangelischen Kantone schonend behandeln, um diesenFrieden nicht zu erschweren. Sein Ambaffador aber, der Grafdü Luc, nahm auf den Willen seines Herrn nur so viel Rück-sicht, als er durchaus mußte. Er war in die Schweiz gekom-men mit Verachtung im Herzen gegen die Bewohner; die Ka-tholiken haßte er zwar nicht, wohl aber die Rcformirten, undunter diesen am meisten die Berner. Der Gegenstand seinesbittersten Hasses aber war der Schultheiß Willading. Er benutztejeden Anlaß, um auf die verschiedenste Art, direkte und indirekte,unter dem Schein des Wohlwollens gegen diesen Kanton, oderdes Interesses von Frankreich, den König und die Minister gegendie Protestanten überhaupt, und gegen Bern insbesondere, ein-zunehmen. Ebenso suchte er den Krieg in der Schweiz zu beför-dern, in der Hoffnung, dadurch Frankreich zu veranlassen, dieWaffen zu Gunsten der Katholiken zu ergreifen, zu welchemEnde er auch seinen Plan eines Sonderbundes zwischen Frank-reich und diesen Kantonen nie aus den Augen verlor.
Auf der andern Seite spielte Österreich eine nicht mindertreulose Rolle. Zu der Zeit, als die katholischen Kantone denHerzog von Anjou als König von Spanien und Herzog vonMailand anerkannten und das Kapitulat mit Mailand abschlös-sen, behandelte der Graf von Trautmannsdorff sie sehr weg-werfend und hart; sobald aber der Baron von Thurn sich ganzdem kaiserlichen Interesse ergeben hatte, und von dem Kaiser,so wie Trautmannsdorff und sein Oberer, der Graf von Saplern,sehr wahrscheinlich von dem Abte von St. Gallen erkauft waren,änderte er sein Benehmen gegen die katholischen Kantone. Ersuchte ihr Zutrauen zu gewinnen und ihnen den Schutz desKaisers zu verschaffen, der allerdings Neigung zeigte, ihnen unddem Abte thätliche Hülfe zu leisten, aber durch seine Verbünde-ten, England, Holland und Preußen, sowie auch eine Zeit langdurch die Aussicht zurückgehalten wurde, daß er vermittelst der
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