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Buch II. Kapitel!!.
durch das Kapitulat, das sie mit dem König von Spanien, Phi-lipp V., abschlössen, sich feindselig gegen Österreich ausgesprochen;Schwyz dagegen hatte ein Regiment in österreichischen Diensten.Seit dem Durchmärsche des Generals Mercy durch das Baseler* Gebiet drangen sie immer darauf, daß man die Waldstätte mitGewalt einnehme, als Genugthuung für diese Territorialvcr-letzung,.und doch gaben sie immer den Einflüsterungen des Gra-fen TrautmannSdorff gegen ihre evangelischen Verbündeten Ge-hör. Immerfort erhitzten sie sich gegenseitig durch den Verdacht,daß Zürich und Bern sie unterdrücken wollen, wofür sie doch kei-nen Beweis hatten.
Zürich, besonders aber Bern, waren von. Österreich feindseligbedroht, während sie Truppen in österreichischem Dienst hattenund sich mit Frankreich verfeindeten, weil sie Alles anwendeten,die Freigrafschaft und das Elsaß, zum Vortheil von Österreich,der französischen Herrschaft zu entreißen.
Diese Lage war so verwickelt, daß ihre Lösung, die wir nundarzustellen versuchen, nicht leicht vorzusehen war.
Wir theilen allervorderst wieder den Inhalt eines Briefes mitvom 22. Wintermonat 1709, welchen der Ambaffador dem Königschrieb, und der ihn wieder sehr bezeichnet.
Er erzählt dem König zuerst, was -in der Konferenz vonSt. Urban, die zwischen den Abgeordneten der Kantone Lucern,Freiburg, Solothurn und Wallis gehalten wurde, vorgegangensei. Der Schultheiß von Roll habe ihm in einer geheimen Kon-ferenz gesagt, daß der gewaltthätige Zustand, in dem die Katho-liken sich befinden, sie genöthigt habe, auf die Mittel zu denken,wie sie sich vor dem nahen Verluste ihrer Religion und Freiheitsichern können. Die Gewaltthätigkeiten, welche sich die Protestait- ■ten erlauben, um den Thurgau zu unterjochen und das Toggen-burg seinem rechtmäßigen Herrn zu entziehen, seien genügendeBeweise ihrer schlechte» Gesinnungen; wenn sie sich einmal die-