Band 
Zweiter Band.
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Dü Luc schildert dem König die Verhandlungen in Si. Urban. ILS

ser zwei Provinzen bemeistert hätten, so würde es ihnen sehrleicht sein- den Katholiken Gesetze vorzuschreiben, weil die Kan-tone dieser Religion von einander getrennt und es dann nichtmehr möglich sein würde- sich gegenseitig zu unterstützen; übri-gens seien der Thurgau und das Toggenburg, welche den Ka-tholiken gehören, obschon der größere Theil ihrer BewohnerProtestanten seien- bis setzt immer.den Befehlen ihrer Oberngehorsam gewesen. Wäre einmal das Toggenburg dem Abt vonSt. Gallen und der Thurgau den Katholiken entrissen, so würdedie Macht von Zürich und Bern um 20,000 Mann vermehrt,und wenn man Neuenburg und Valangin auch dazu rechne,wenigstens um 30,000, die heut zu Tage ganz zu Verfügungder katholischen. Orte stehen, dann aber den Protestanten dienenwürden, anstatt daß sie bis anhin den Katholiken gehorchten. 37 )Wenn man daher dieses Unglück nicht verhüte, so sei ihre Re-ligion und ihre Freiheit sicher verloren. Da sie nun umsonstalle Mittel angewendet haben, diese Streitigkeiten zu stillen undJedem zu erhalten, was ihm gehöre, so bleibe ihnen nur übrig,sich stark und fest zu vereinigen. Zu diesem Ende haben sie ernsteEntschlüsse gefaßt, welche vielleicht die Protestanten auf andereGesinnungen bringen werden, weil man entschlossen sei, Alles zuerledigen, und lieber unterzugehen, als zu dulden, daß man ihreReligion und Freiheit angreife. Nachdem sie nun unter sich eineVerbindung geschlossen haben, so bleibe ihnen nur noch übrig,das Mitleiden Gottes und ■ den Schutz des Königs anzuflehen,und das Vertrauen in Beide sei ihr einziger Trost. Sie habenihn daher gebeten, ihre demüthigen Bitten Sr. geheiligten Ma-jestät zu Füßen zu legen, und sie haben ihm unter Anderm

3’) Sollte es möglich sein, daß ein Deputirter eines eidgenössischen Kantonseinen so irrigen Bericht gegeben habe, oder erlaubte sich der Herr Am-baffador, ihn so darznsiellen, wie er glaubte, daß es die größte Wir-kung haben könnte?